Endstation Opossum – nicht jedes Tier ist ein geeigneter Wirt für Zecken

Wissenschaftler in New York haben getestet, welche Tiere sich für Zecken besonders gut als Wirt eignen – und welche umgekehrt dafür sorgen, dass die kleinen Blutsauger wenig Erfolg haben.

Wie die FAZ berichtet,  hat das Team von Felicia Keesing vom Bard College in New York jeweils hundert Zeckenlarven auf verschiedenen Wildtieren ausgesetzt. Dabei handelte es sich um Larven der in den USA verbreiteten Art Ixodes scapularis – eng verwandt mit der in Deutschland heimischen Art Ixodes ricinus, dem gemeinen Holzbock. Nach drei Tagen wurde geprüft, wie viele der Larven ihre Blutmalzeit erfolgreich beenden konnten.

Dabei stellte sich heraus, dass die Weißfußmaus für Zecken am besten geeignet ist. Die Hälfte der Zeckenlarven konnte ungestört Blut saugen und ging gestärkt ins nächste Entwicklungsstadium über. Schlechter sah es bei Streifen-Backenhörnchen, Drosseln und Grauhörnchen aus: Hier war nur ein Viertel der Blutsauger erfolgreich.

Der  „Zeckenalptraum“ schlechthin ist das Opossum: Durch seine penible Körperpflege gelingt es dem Beuteltier, Zeckenlarven den Garaus zu machen, bevor sie Blut gesaugt haben – nur drei bis vier Prozent der untersuchten Larven überlebten das Experiment. Dabei sind Opossums bei Zecken durchaus beliebt: In freier Wildbahn versuchen bis zu zweihundert Exemplare hier gleichzeitig ihr Glück. Da das Opossum die Blutsauger aber so gründlich eliminiert, sei das Tier eine regelrechte „Zeckenfalle“, so die FAZ.

 

Quelle: FAZ vom 26.05. 2010

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