Entfernen von Zecken
Fast jeder kennt einen anderen "Geheimtipp" zur Zeckenentfernung - sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Drauftröpfeln von Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr als sie nützen. Es kann sein, dass die Zecke in ihrem "Todeskampf" erst recht Erreger in die Wunde abgibt. Auch das Quetschen der Zecke beim Entfernen kann schädlich sein.
Wie entfernt man aber eine Zecke richtig?
Die Empfehlung niederländischer Wissenschaftler lautet: Zecken hautnah fassen und möglichst mit wenig Druck aus der Haut drehen, z.B. mit einer Pinzette oder Zeckenzange. Die Richtung, in welcher die Zecke herausgedreht wird, spielt dabei keine Rolle. Der Stechapparat einer Zecke besitzt viele Widerhaken, jedoch kein Gewinde. Beim Herausdrehen wird verhältnismäßig wenig Druck auf die Zecke ausgeübt. Sie wird daher seltener beschädigt als beim Herausziehen.* Nach Entfernen sollte die Einstichstelle desinfiziert werden. Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen.
Generell sollte man eine Zecke so schnell wie möglich entfernen, denn je länger der Saugvorgang dauert, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Bis es zu einer Infektion mit Borreliose-Bakterien kommt, vergehen im Schnitt 12-24 Stunden. Die Übertragung von FSME-Erregern beginnt dagegen direkt nach dem Zeckenstich, da sich das Virus in den Speicheldrüsen der Zecke befindet.
( *Quelle: De Boer and van den Bogaard 1993)




