Schützen Sie sich! - Impfen

Gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es keine ursächliche Behandlung. Es sind keine Medikamente bekannt, die gegen das Virus helfen. Daher beschränkt sich die Therapie auf die Linderung der Symptome, wie z.B. Schmerzen und Fieber.

Deshalb empfehlen die Gesundheitsbehörden allen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder Urlaub machen und sich in der Natur aufhalten, eine Impfung gegen die FSME. Für die Bewohner von Risikogebiten werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auch Reisende können mittlerweile auf eine Erstattung hoffen: Viele Kassen bezahlen den Schutz gegen FSME jetzt auch als Reiseimpfung. Eine Übersicht der entsprechenden Kassen liefert das Centrum für Reisemedizin (CRM) unter www.crm.de/krankenkassen.

Die FSME-Impfung

Impfen ist der beste und einzige Schutz gegen FSME.

Bei einer FSME-Impfung werden abgetötete FSME-Viren in den Körper injiziert. Das Immunsystem produziert daraufhin spezielle Abwehrstoffe (Antikörper), die in der Lage sind, bestimmte Oberflächenproteine (v.a. Glycoprotein E) des FSME-Virus zu erkennen und sie an sich zu binden.

Sollten nach einer vollständig durchgeführten FSME-Impfung durch einen Zeckenstich erneut FSME-Viren in den Körper gelangen, erkennt das Immunsystem mit Hilfe der Antikörper diese Eindringlinge und zerstört sie. Die FSME-Viren können keinen Schaden im Körper anrichten.

Man spricht in diesem Fall von der aktiven FSME-Impfung, da der Körper selbst die Abwehrstoffe produziert, die zur Bekämpfung der Viren notwendig sind.

 

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – Erfahren Sie mehr ...

 

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Soll ich mich gegen FSME impfen lassen?

 

Früher glaubte man, die FSME sei vor allem für Waldarbeiter, Förster und Landwirte gefährlich. Heute weiß man: 90 Prozent der an FSME erkrankten Personen infizieren sich bei Freizeitaktivitäten, zum Beispiel beim Wandern, Zelten, Joggen oder der Gartenarbeit.

 

Die FSME-Impfung wird daher allen empfohlen, die in einem FSME-gefährdeten Gebiet wohnen oder dorthin reisen und sich gerne in der Natur aufhalten.

Wo kommt die FSME vor? Erfahren Sie mehr...

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Wie wird die FSME-Impfung durchgeführt?

Drei Injektionen sichern die Grundimmunisierung

Am besten lässt man sich bereits im Winter impfen, da zu dieser Zeit die Zeckengefahr am geringsten ist und man im darauf folgenden Frühjahr bereits einen guten Schutz besitzt. Grundsätzlich lässt sich aber eine Grundimmunisierung gegen FSME zu jedem beliebigen Zeitpunkt beginnen.

Für eine komplette FSME-Impfung werden drei Injektionen benötigt, wobei die ersten beiden Impfungen regulär im Abstand von ein bis drei Monaten durchgeführt werden können. Eine dritte Impfung nach fünf bis zwölf Monaten schließt die sogenannte Grundimmunisierung ab und verleiht einen Schutz für mindestens drei Jahre.

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Grundimmunisierungsschema

Für einen kontinuierlichen und sicheren Schutz sollte dann eine Auffrischimpfung alle drei bis fünf Jahre erfolgen – da genügt eine Impfung, der sogenannte Booster.

 

Es besteht die Möglichkeit, einen schnellen Impfschutz zu erhalten, z.B. wenn man im Sommer in einem FSME-Risikogebiet Urlaub machen möchte oder im Winter die Impfungen verpasst hat. Dafür gibt es ein spezielles Impfschema, das einen schnellen vorübergehenden Schutz verleiht. Dabei werden zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen gegeben. 

Zum Arzttermin ist auf jeden Fall der Impfpass mitzunehmen.

 

 

Schnellimmunisierungsschema

Welche Nebenwirkungen gibt es?

 

Impfstoffe gehören zu den sichersten Arzneimitteln. Sie werden unter höchsten Sicherheits- und Hygienestandards hergestellt und unterliegen einer ständigen Kontrolle. Moderne FSME-Imfpstoffe für Kinder und Erwachsene wurden millionenfach in ganz Europa verimpft und werden von allen Altersgruppen gut vertragen.

 

Ursächlich durch die FSME-Impfung hervorgerufene gravierende Nebenwirkungen wie bleibende Impfschäden oder gar Todesfälle sind mit den seit Jahren auf dem Markt befindlichen modernen FSME-Impfstoffen nicht bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biochemische Arzneimittel, bestätigt. Die FSME-Impfung ist hinsichtlich ihrer Verträglichkeit mit anderen Impfungen wie Tetanus vergleichbar, wobei letztere sogar deutlich häufiger der Auslöser von lokalen Schmerzen ist.

 

Milde Impfreaktionen können indes auftreten und sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf die verabreichte Impfung reagiert und einen wirksamen Schutz aufbaut. Zu den Impfreaktionen gehören leichte Rötungen und Schwellungen um die Injektionsstelle oder erhöhte Temperatur. Diese Symptome klingen nach wenigen Stunden bis Tagen wieder ab.


Bei Symptomen, die nach einer Impfung auftreten können, muss geklärt werden, ob sie in einem ursächlichen oder lediglich im zufälligen zeitlichen Zusammenhang mit der durchgeführten Impfung stehen.


Beispielsweise kann eine Temperaturerhöhung nach einer Impfung eine Impfreaktion sein. Das Fieber kann aber genauso gut durch eine vor der Impfung erfolgte Infektion, zum Beispiel einen grippalen Infekt, bedingt sein.

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