Schützen Sie ihr Haustier - Krankheit bei Tieren

 

Sorgfältige Parasitenbekämpfung

Zecken sind für Hunde und Katzen nicht nur lästig, sie können auch gefährliche Krankheiten übertragen. Daher ist eine effektive Bekämpfung der Parasiten und eine nachhaltige Vorbeugung des Parasitenbefalls wichtig. Entscheidend für den Erfolg bei der Bekämpfung ist die konsequente und langfristige Anwendung eines modernen, für Hund und Katze einsetzbaren und gut verträglichen Kontakt-Antiparasitikums. Spätestens alle vier Wochen sollte der Tierhalter zuhause eine „Schutzaktion“ durchführen, in der Hund und Katze behandelt werden. Jede Behandlungspause gibt den Parasiten die Chance, erneut aktiv zu werden und sich zu vermehren. Tatsächlich können sich trotz regelmäßiger Behandlung vereinzelt Parasiten auf dem Tier befinden. Dabei handelt es sich meist um Zecken, die bei Spaziergängen auf das Tier übergegangen sind.

Fragen Sie bei Ihrem Tierarzt oder Apotheker nach einem Präparat, welches Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen gleichermaßen bekämpft. Bei regelmäßigem Einsatz werden die Parasiten abgetötet, in der Regel noch bevor sie Blut saugen können. Dadurch wird das Risiko einer Krankheitsübertragung vermindert.

 

 

FSME bei Tieren

Die Angaben über die Häufigkeit von FSME-Fällen z.B. bei Hunden sind widersprüchlich. Zwar gab es seltene Fälle von FSME-Erkrankungen in der Vergangenheit, die meisten früheren Berichte darüber erwiesen sich jedoch als falsch.

Einen Impfstoff für Hunde gibt es derzeit nicht. In Deutschland erhältliche Impfstoffe sind ausschließlich für den Menschen zugelassen.

 

Borreliose bei Hunden

Anders steht es mit der Borreliose: Gegen diese Erkrankung steht in Mitteleuropa ein Impfstoff für Hunde zur Verfügung. Je nach Region sind 5 bis 10 Prozent aller Hunde mit Borrelien infiziert. Die Erkrankung beginnt mit eher unspezifischen Symptomen wie Antriebs- und Appetitlosigkeit sowie Fieber. Im weiteren Verlauf kann es zu Gelenkentzündungen kommen, die starke Schmerzen verursachen und die Mobilität beeinträchtigen. Weitere mögliche Folgen sind Schädigungen des Nervensystems, des Herzens und der Nieren. Eine Behandlung gegen Borreliose beim Hund ist langwierig und kostenintensiv.  Infizierte Tiere haben auch nach überstandener Borreliose keine Immunität und können erneut erkranken. 

In Deutschland sind verschiedene Impfstoffe gegen Borreliose erhältlich. Wichtig ist dabei vor allem ein wirksamer Schutz vor dem Bakterienstamm Borrelia burgdorferi sensu stricto, welcher als Hauptauslöser der Borreliose beim Hund nachgewiesen ist.* Fragen Sie Ihren Tierarzt!

 *Quelle: Straubinger: Kleintier konkret 2008, 5: S. 3-6. / StiKoVet: Leitlinie zur Impfung von Kleintieren 2009, S. 11. 

 

Babesiose bei Tieren

Ein weitere Krankheit, die Tiere befallen kann, ist die Babesiose. Diese Tierkrankheit ähnelt der menschlichen Malaria, deshalb spricht man in Deutschland manchmal auch von "Hundemalaria". In Deutschland überträgt die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) die Babesiose.

 

 

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