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FSME Infografiken

FSME Stats - FSME-Fallzahlen unterliegen jährlichen Schwankungen2017 bis 2019: FSME-Fallzahlen unterliegen jährlichen Schwankungen.

Während die Erkrankungszahlen von Jahr zu Jahr schwanken, zeigte sich 2018 ein negativer Höhepunkt der jüngeren Geschichte. Mit 583 klinisch gemeldeten FSME-Fällen war dies der höchste Wert seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Im Jahr 2019 sank die Fallzahl um 24 Prozent, doch für 2020 erwarten Experten erneut Höchstwerte.

 

FSME Stats - Bundesländer mit den meisten FSME-ErkranktenBundesländer mit den meisten FSME-Erkrankten

Zecken gibt es zwar in ganz Deutschland, das Risiko einer FSME-Erkrankung ist in Süddeutschland aber besonders hoch. Sehr viele FSME-Risikogebiete liegen in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in Teilen Hessens und Sachsens. Auch einige Kreise in Thüringen und anderen Bundesländern sind FSME-Risikogebiete. Ein Kreis wird vom Robert Koch-Institut (RKI) als FSME-Risikogebiet definiert, wenn innerhalb einer Periode von fünf Jahren mehr als eine FSME-Erkrankung pro 100.000 Einwohner auftritt. 

 

FSME Stats - FSME in SüddeutschlandFSME in Süddeutschland

Die Krankheit FSME ist vor allem in den südlichen Bundesländern präsent. Hier gibt es viele Zecken, die FSME-Viren übertragen können. Auch wenn alle süddeutschen Bundesländer betroffen sind, befinden sich Bayern und Baden-Württemberg weiterhin an der Spitze. Die Fallzahlen unterliegen jährlichen Schwankungen: In Baden-Württemberg stiegen sie 2018 um über 50 Prozent, im Jahr 2019 sanken sie um knapp 43 Prozent. Für 2020 erwarten Zeckenexperten für Deutschland jedoch neue Höchstwerte.

 

 

FSME Stats - FSME in NorddeutschlandFSME in Norddeutschland

Im Vergleich zu Süddeutschland ist das FSME-Virus bei Zecken im Norden deutlich seltener nachgewiesen worden. So erklären sich auch die geringeren FSME-Fallzahlen in den nördlichen Bundesländern. Doch Vorsicht! Ganz ausschließen lässt sich das Risiko einer Erkrankung auch dort nicht, denn Zecken können das FSME-Virus bundesweit übertragen. Der Landkreis Emsland in Niedersachsen zählt sogar zu den sogenannten FSME-Risikogebieten. Und auch in Nordrhein-Westfalen und anderen norddeutschen Bundesländern wurden in den vergangenen Jahren vereinzelt FSME-Erkrankungen gemeldet.

 

FSME Stats - Geschlechterunterschiede bei FSME ErkrankungenGeschlechterunterschiede bei FSME-Erkrankungen

Warum Männer tendenziell häufiger an FSME erkranken, hat die Forschung noch nicht geklärt. Bei der Zahl der Borreliose-Erkrankungen, deren Erreger ebenfalls durch Zeckenstiche übertragen werden können, gibt es hingegen keine deutlichen Geschlechterunterschiede.

 

 

FSME Stats - FSME-Erkrankungen im jahreszeitlichen VergleichFSME-Erkrankungen im jahreszeitlichen Vergleich

Zecken gibt es nicht nur in der warmen Jahreszeit. Tatsächlich sind die Blutsauger schon aktiv, sobald die Temperaturen an mehreren Tagen hintereinander über sieben Grad Celsius liegen. Dass es insbesondere in den warmen Monaten vermehrt zu FSME-Infektionen kommt, liegt vor allem daran, dass Menschen in dieser Zeit häufiger in der freien Natur unterwegs sind und dabei meist leichte Kleidung tragen.

 

 

FSME Stats - Menschen zwischen 40 und 79 Jahren erkranken häufiger an FSME

Menschen zwischen 40 und 79 Jahren erkranken häufiger an FSME.

Fast 70 Prozent der FSME-Erkrankungen in Deutschland im Jahr 2019 traten bei Menschen im Alter zwischen 40 und 79 Jahren auf. Und das, obwohl diese Altersgruppe nur knapp 50 Prozent der Gesamtbevölkerung stellt. Diese vergleichsweise hohe Fallzahl könnte unter anderem daran liegen, dass die Krankheit bei Kindern leichter verlaufen und daher unerkannt bleiben kann. Eine weitere Vermutung ist, dass sich Menschen zwischen 40 und 79 Jahren besonders viel in der freien Natur aufhalten (z. B. beim Wandern oder Gärtnern), weshalb das Risiko eines Zeckenstiches erhöht sein kann.

 

FSME Stats - Landkreise mit den höchsten FSME-FallzahlenLandkreise mit den höchsten FSME-Fallzahlen

Zwischen den FSME-Risikogebieten schwanken die Erkrankungszahlen erheblich: Die 10 Kreise mit dem höchsten Aufkommen von FSME-Erkrankungen liegen in Bayern und Baden-Württemberg. Nicht verwunderlich, denn in beiden Bundesländern befinden sich auch insgesamt die meisten FSME-Risikogebiete. Nicht nur in ländlichen Regionen ist hier Vorsicht geboten, auch in Städten wie Nürnberg oder Tübingen sollte auf Vorsorgemaßnahmen geachtet werden. Auch München hat es in die Top Ten geschafft, und das, obwohl die kreisfreie Stadt nicht als FSME-Risikogebiet ausgewiesen ist. Bedingt durch die hohe Einwohnerzahl Münchens wird die Inzidenz hierfür nicht erreicht.