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Drei neue FSME-Risikogebiete in Deutschland

Zwei Kreise in Sachsen (Stadtkreis Dresden, Landkreis Meißen) sowie ein Kreis in Thüringen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) sind neue FSME-Risikogebiete und damit laut Robert Koch-Institut (RKI) nun drei von insgesamt 164 FSME-Risikogebieten in Deutschland.1 Mehr als 40 Prozent aller deutschen Stadt- und Landkreise sind aktuell betroffen. Mit Dresden, Meißen und Schmalkalden-Meiningen kommen zudem drei FSME-Risikogebiete außerhalb von Süddeutschland hinzu. Bereits 2019 wurde das Emsland zum FSME-Risikogebiet erklärt – dem ersten überhaupt in Norddeutschland. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die nicht mit Medikamenten heilbar ist und schwere gesundheitliche Folgen haben kann. Die FSME-Viren können bei einem Zeckenstich übertragen werden.

Bei Ausflügen ins Grüne ist eine gute Zeckenvorsorge unerlässlich! (© Heiko Barth - stock.adobe.com)

Auch außerhalb von Risikogebieten kann man an FSME erkranken

Zecken können, entgegen häufiger Annahmen, nicht nur im Sommer aktiv sein, sondern bereits sobald es 7 Grad Celsius oder wärmer ist. Sie können überall vorkommen, wo es grün ist – häufig auf Wiesen, in Wäldern, aber auch im städtischen Umfeld, wie Stadtparks oder im heimischen Garten. Wichtig: FSME-Viren können nicht nur in FSME-Risikogebieten übertragen werden, sondern in ganz Deutschland, darum ist eine gute Zeckenvorsorge überall unerlässlich. Gegen FSME kann Impfen schützen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) auch jedem eine Impfung, der in einem FSME-Risikogebiet lebt oder dorthin reist und dort mit Zecken in Kontakt kommen könnte. Die Krankenkassen übernehmen in diesen Fällen die Kosten für die Impfung.

Die richtige Zeckenvorsorge ist unerlässlich

Um es gar nicht erst zu einem Zeckenstich kommen zu lassen, gibt es verschiedene Vorsorgemaßnahmen: Lange Kleidung erschwert den Zecken den Zugang zur Haut, auf heller Kleidung kann man sie zudem besonders gut sehen und rechtzeitig entfernen. Außerdem empfiehlt sich vor einem Ausflug ins Grüne die Nutzung von Anti-Insektensprays, die auch gegen Zecken wirken. Hinterher sollte stets der eigene Körper – und natürlich auch der aller Begleiter – nach Zecken abgesucht werden.

 

Quellen:
1 Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin vom 20. Februar 2020 / Nr. 8 (letzter Zugriff: 20.02.2020)