Bundesligastart: Kicker sollten gegen Zeckenstiche vorsorgen

Blutgrätsche, Schwalbe, Pferdekuss – Fußballer können sich auf dem Platz schon mal ordentlich wehtun. Dabei gibt es auf dem Rasen noch eine Gefahr, die häufig unterschätzt wird: die Zecke! Exemplare dieser winzigen Spinnentiere können fiese Krankheitserreger übertragen. Wer sich viel im Grünen aufhält, sollte Vorsorge treffen – auch Fußballer.

Die Fußballer erobern wieder den Rasen und sollten dabei Zeckenstiche nicht unterschätzen.

Zeckenstiche können jeden treffen

Es war einmal ein Fußballtrainer, der seine Jungs zum Waldlauf beorderte ... Für jeden Kicker Normalität: Andreas Neuendorf hatte damals Pech. Er landete wegen der Begegnung mit einem kleinen Krabbeltier im Krankenhaus. Durch einen Zeckenstich in der Kniekehle erlitt er eine Blutvergiftung und wurde fortan Zecke gerufen. Der ehemalige Bundesligaspieler hatte noch Glück und war schnell geheilt. Doch Zeckenstiche können weitaus schlimmere Auswirkungen haben. Die Blutsauger können Krankheitserreger übertragen, daher sollten Zeckenstiche nicht unterschätzt werden. Vorsicht ist geboten, Zeckenstiche passieren schneller, als man denkt. Dabei machen Zecken keinen Unterschied zwischen Bundesligastars und Freizeitkickern. Deshalb gilt für alle: Vorsorge!

Die Gefahr einer FSME-Erkrankung

Bei Andreas Neuendorf führte der Zeckenstich nur zu einem neuen Spitznamen – ein harmloses Ende der Begegnung mit den Blutsaugern. Viel schlimmere Auswirkungen kann die Erkrankung an FSME haben. Das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus befindet sich im Speichel der Zecke, sofort beim Stich kann es zur Übertragung kommen: „FSME ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems“, erklärt PD Dr. med. Gerhard Dobler, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Leiter der Abteilung für Virologie und Rickettsiologie am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr München. „Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei rund 50 Prozent der Betroffenen zu einer Entzündung der Hirnhaut, bei circa 40 Prozent zusätzlich zur Entzündung des Gehirns. Einige tragen schwere gesundheitliche Folgen mit dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon.“

Vorsorgemaßnahmen zu treffen kann helfen

Um sich nicht mit einem durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitserreger zu infizieren, gibt es verschiedene Vorsorgemaßnahmen. Dazu gehört das Tragen möglichst langer Kleidung und geschlossener Schuhe. Außerdem hilft es, die Socken über die Hosen zu ziehen, um den Zecken keine Angriffsfläche zu bieten. Es erschwert ihnen den Zugang zur Haut, sodass das Risiko der Zeckenstiche verringert werden kann. Das Einsprühen mit Repellents hält die Tiere außerdem auf Abstand. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte das gründliche Absuchen des Körpers zur Selbstverständlichkeit werden. Zusätzlich kann auch ein Impfschutz einer FSME-Erkrankung nach einem Zeckenstich vorbeugen.

Die Maßnahmen bieten sich gerade bei Menschen an, die sich viel in der Natur aufhalten. Hier ist die Gefahr, mit Zecken in Kontakt zu kommen, besonders hoch – egal ob im Park, im eigenen Garten oder auf dem Bolzplatz. Und auch Fußballer sind so bei Waldläufen oder anderen Trainingseinheiten auf der sicheren Seite – zumindest, was FSME angeht.

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