Geocaching – Zecken lauern auf die modernen Schatzsucher

„Wer suchet, der findet“, so lautet die Devise von Geocachern. Bei ihrer Jagd nach geheimen Verstecken, den sogenannten Caches, durchkämmen Geocacher mit ihren GPS-Geräten entlegene Orte mitten in der Natur. Aber Achtung, hier treffen sie unverhofft auf unliebsame „Mitspieler“: Zecken. Die blutsaugenden Parasiten sollten nicht unterschätzt werden, da sie beim Stechen eine Vielzahl von Krankheitserregern übertragen können. Mit der richtigen Vorsorge sind Geocacher allerdings gut gewappnet.

Geocacher sind überwiegend im Unterholz unterwegs, daher sollten sie bei ihrer Schatzsuche vorsorgen, um nicht zur Beute von Zecken zu werden. (Foto: Adobe Stock - Tyler Olson)

Was ist Geocaching?

Geocaching ist ein Hobby für große und kleine Abenteurer, die Spaß an der Schatzsuche 2.0 haben und gerne in der Natur unterwegs sind. Ziel ist es, mit Hilfe von GPS-Koordinaten versteckte Schätze an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt zu finden. Die Caches werden im Internet veröffentlicht und können mit Hilfe von GPS-Geräten lokalisiert werden. Grundsätzlich gilt beim Geocaching: Der Weg ist das Ziel. Daher sollten die ambitionierten Sucher nicht auf wertvolle Funde bauen. Der Ritterschlag für Geocacher ist der Eintrag ins Logbuch, das den Caches beiliegt, um den eigenen Sucherfolg für die Nachwelt festzuhalten.

Mit der richtigen Vorsorge sind Geocacher keine leichte Beute für Zecken

Apropos Natur: Um die versteckten Caches aufzufinden, durchstreifen Geocacher Wälder, Wiesen, Gräser und Büsche. Hier können sie schnell zu Opfern von Zecken werden, da dort ihr Hoheitsgebiet liegt. Eine umfassende Vorsorge ist daher unbedingt notwendig. Beim Geocaching ist es wichtig, körperbedeckende Kleidung und geschlossenes Schuhwerk zu tragen. Auch sollten die Socken über die Hose gestülpt oder Gummistiefel angezogen werden, um es den Zecken schwerer zu machen, an den Beinen hochzukrabbeln. Wer zusätzlich vorbeugen möchte, kann Kleidung sowie nackte Arme und Beine mit speziellen insektenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, einsprühen. Dass sich die Zecke auf den Körper setzt oder gar sticht, bleibt in der Regel unbemerkt. Daher ist es wichtig, den Körper nach dem Geocachen gründlich nach Zecken abzusuchen. Zudem kann auch ein Impfschutz vorbeugen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken. Wird eine saugende Zecke am Körper entdeckt, sollte sie schnellstmöglich und sehr vorsichtig mit einer Zeckenkarte oder -pinzette entfernt werden.

Geocachen in FSME-Risikogebieten

Für Geocacher, die in sogenannten FSME-Risikogebieten unterwegs sind, sollte eine FSME-Impfung selbstverständlich sein. In Deutschland zählen u. a. große Teile Bayerns, Baden-Württembergs sowie Regionen in Südhessen und Thüringen als FSME-Risikogebiet, die Gefahr der Übertragung von FSME-Viren ist dort besonders hoch. Jedes Jahr im Mai aktualisiert das Robert Koch-Institut (RKI) die FSME-Risikogebiete mit ansteigender Tendenz.

Was ist FSME und welche Symptome können auftreten?

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. FSME kann schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich sein: Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei rund 50 Prozent der Betroffenen zu einer Entzündung der Hirnhaut, bei circa 40 Prozent zusätzlich zur Entzündung des Gehirns. Einige tragen schwere gesundheitliche Folgen mit dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon.

Mit der richtigen Vorsorge können Geocacher Zecken selbstbewusst entgegentreten, anstatt ihnen schutzlos ausgeliefert zu sein. „Catch me if you can“ lautet in diesem Fall das Motto.

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