Joggen ist gesund – aber auch hier können Zecken lauern

Joggen gehört zu den beliebtesten Volkssportarten der Deutschen. Kein Wunder, denn für den Einstieg braucht man nicht viel. Lediglich ein gutes Paar Laufschuhe sollte einem die eigene Gesundheit wert sein. Ein weiterer Vorteil: Laufen kann man überall, in der Stadt, auf dem Land, im Wald oder querfeldein wie beim Trailrunning – Naturpanaroma inklusive. Wichtig hierbei: die Zeckenvorsorge nicht vergessen! Denn abseits gepflasterter Wege können die kleinen Blutsauger im hohen Gras und in Büschen auf ihren nächsten Wirt lauern und sich dabei von Joggern und Spaziergängern abstreifen lassen.

Joggen ist gesund – bei Läufen in der Natur können aber Zecken lauern, daher sind Vorsorgemaßnahmen wichtig.

Warum Joggen gesund ist

Mit dem Auto zur Arbeit, den ganzen Tag am Schreibtisch und abends erst einmal auf die Couch: So oder so ähnlich sieht der Alltag vieler Menschen aus. Da sind Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Übergewicht und Diabetes programmiert. Regelmäßiges Lauftraining kann helfen, diesen vorzubeugen, denn Joggen verbrennt nicht nur einiges an Kalorien, sondern senkt gleichzeitig auch den Stresspegel und stärkt das Herz-Kreislauf-System.

Wie viel Joggen ist gesund?

Gerade Anfänger neigen dazu, zu schnell zu viel zu wollen. Regeneration ist jedoch wichtig, denn diese Pausen nutzt der Körper für Anpassungsvorgänge – je nach vorangegangenem Trainingsinhalt verbessert sich jetzt beispielsweise die Ausdauerleistung, oder das Muskelvolumen nimmt zu. Ein Ruhetag pro Woche ist daher Pflicht, insbesondere Einsteiger dürfen sich aber auch zwei oder drei Regenerationstage gönnen, denn Sehnen, Bänder und Gelenke benötigen Zeit, um sich auf die ungewohnte Belastung einzustellen. Falscher Ehrgeiz führt sonst schnell zu Überlastungen, die nicht selten langwierige Verletzungen nach sich ziehen. Zusätzlich sollten Läufer ein- bis zweimal pro Woche ein Krafttraining absolvieren, denn auch starke Muskeln verringern das Verletzungsrisiko.

Zeckenvorsorge – auch für Läufer wichtig

Zecken können gefährliche Krankheitserreger übertragen, darunter Borreliose-Bakterien und Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren, die schwere gesundheitliche Folgen verursachen können. „Da es gegen die FSME keine ursächliche Behandlung gibt, die Krankheit aber schwere Folgen haben kann, sind Vorsorgemaßnahmen gegen Zeckenstiche besonders wichtig“, erklärt Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss. Hierzu zählen neben festem Schuhwerk und körperbedeckender Kleidung auch das Auftragen eines insektenabweisenden Sprays, auch Repellent genannt. Da ein Zeckenstich meist unbemerkt bleibt, sollte der Körper nach jedem Training in der freien Natur auf Zecken abgesucht werden. Zusätzlich kann man sich durch eine Impfung schützen. „Empfehlenswert ist eine FSME-Impfung insbesondere für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich aufgrund eines Urlaubs oder beruflich bedingt kurzfristig dort aufhalten“, ergänzt Süss.

Laufen im Winter

Wer im Sommer mit dem Laufen begonnen hat und die neugewonnene Fitness über den Winter retten will, sollte bei der Klamottenauswahl auf reflektierende Elemente achten. Alternativ können Jogger auf Leuchtwesten, Schuhlampen oder Reflektorbänder zurückgreifen, und auch eine Stirnlampe ist – je nach Laufstrecke – sinnvoll. Hier gibt es unterschiedlichste Modelle, die leicht genug sind, damit sie beim Laufen nicht stören. Und noch etwas sollten Läufer bedenken: Da in Deutschland die Winter immer milder werden, ist Zeckenvorsorge auch in der dunklen Jahreszeit wichtig. Zecken fallen nämlich erst in Winterstarre, wenn die Temperaturen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen unter sieben Grad Celsius fallen.