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Nicht nur wir Menschen, auch Zecken sind gern im Garten

Es ist wieder so weit – die Bundesgartenschau (BUGA) 2019 öffnet ihre Tore. Diesmal findet das Event im baden-württembergischen Heilbronn statt. Hobbygärtner, die vor Ort Inspiration für ihr eigenes grünes Paradies sammeln wollen, sollten aber auch an Zeckenvorsorge denken. Denn die Parasiten sind überall dort, wo es grün ist: im eigenen Garten und auch auf dem BUGA-Gelände. Die Tiere können gefährliche Krankheitserreger wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren (FSME-Viren) übertragen, daher sollte man sich gegen Zeckenstiche schützen.

Zecken leben auch im Garten. Wer dort gern Zeit verbringt, sollte daher an Zeckenvorsorge denken.

Zecken gibt es auch im heimischen Garten

Die Deutschen lieben es, im eigenen Garten zu werkeln. Dies bestätigen 38,7 Prozent der Teilnehmer einer Statista-Umfrage im August 2017.1 Doch nicht nur wir Menschen, auch Zecken halten sich gern im Grünen auf. Sie leben auf Wiesen, in Wäldern, in Stadtparks und sogar in heimischen Gärten. An all diesen Orten gibt es viele Plätze, an denen sie sich wohlfühlen, wie Büsche, Beete oder lange Grashalme. Auch (Hobby-) Gärtner können den Tieren also begegnen. Wer eine Hecke zurückschneidet oder unter einem Busch neue Pflanzen setzt, kann Zecken abstreifen und in der Folge einen Zeckenstich erleiden. Aber auch beim Spielen oder Entspannen auf dem Rasen kann man zum Wirt der Spinnentiere werden.

Zecken können Krankheiten übertragen

Zecken sind auf das Blut von Wirten angewiesen, und dazu gehören auch wir Menschen. Beim Blutsaugen können sie dann gefährliche Krankheitserreger übertragen. „Zu diesen Krankheitserregern gehören zum Beispiel die Bakterien der Borreliose und die Viren der FSME“, verdeutlicht Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss. Diese Erreger können sowohl schwere akute als auch langwierige Erkrankungen auslösen. Eine FSME-Erkrankung beginnt häufig mit grippeähnlichen Symptomen. Bei einigen Betroffenen kann sie eine Entzündung der Hirnhaut oder des Gehirns mit schweren gesundheitlichen Folgen hervorrufen. FSME ist nicht mit Medikamenten heilbar, lediglich Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen können behandelt werden. Daher sollte man sich mit Vorsorgemaßnahmen vor Zeckenstichen schützen.

Der richtige Zeckenschutz

Damit Zecken gar nicht erst zum Stich kommen, kann man auf verschiedene Vorsorgemaßnahmen zurückgreifen. Das Tragen von langer und heller Kleidung sowie von festem Schuhwerk gehört dazu. Denn so wird den Zecken zum einen der Zugang zur Haut erschwert, zum anderen erkennt man sie auf hellen Stoffen leichter und kann sie entfernen, bevor sie zustechen können. Zudem kann man spezielle insektenabweisende Sprays verwenden, die auch gegen Zecken wirken. Sie halten die Spinnentiere für einige Zeit auf Abstand. Wichtig ist hier, dass man den Schutz regelmäßig auffrischt. Außerdem sollte man seinen Körper nach jedem Aufenthalt in der Natur nach Zecken absuchen. So entdeckt man noch krabbelnde Tiere, die man vor dem Stechen entfernen kann. Zum Blutsaugen bevorzugen Zecken dünne, gut durchblutete Körperstellen, insbesondere die Kniekehlen und Armbeugen, auch der Bauch- und Brustbereich sowie der Schritt sind häufig betroffen. Bei Kindern zählen auch Kopf und Nacken dazu.

Impfen ist die beste Vorsorge

Neben den oben aufgeführten Maßnahmen kann man sich durch Impfen vor FSME schützen. Nach einer aus drei Impfungen bestehenden Grundimmunisierung sollte der Impfschutz in regelmäßigen Abständen von 3 bzw. 5 Jahren aufgefrischt werden. Der Abstand der Auffrischimpfung ist dabei abhängig vom Alter und vom Impfstoff.

Der Hausarzt oder die Hausärztin kann rund um die FSME-Impfung beraten. Wer kurzfristig einen Impfschutz benötigt, kann von der Schnellimmunisierung profitieren. Zum Beispiel, wenn man eine Reise in ein FSME-Risikogebiet in Deutschland oder im Ausland plant. Auch hier gilt: Für langanhaltenden Schutz ist die Einhaltung des kompletten Impfschemas wichtig

1 Statista, Welche Sport- und Outdooraktivitäten betreiben Sie? (letzter Zugriff am: 15.02.2019)