Trekking mit der Zecke im Gepäck

Trekking – also Wandern über mehrere Tage hinweg, ohne feste Unterkünfte und meist fernab der Zivilisation – erfordert eine gute Vorbereitung. Dazu gehört auch, gegen Zecken vorzusorgen, da die kleinen Parasiten der Gesundheit ganz schön zu schaffen machen können. Neben Borreliose-Bakterien können Zecken auch Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren übertragen. Alle, die eine Trekking-Tour planen, sollten daher an die richtige Vorsorge gegen Zecken denken.

Für Sebastian Ehrke gehört die richtige Vorsorge gegen Zecken selbstverständlich zu seiner großen Leidenschaft, dem Trekking, mit dazu.

Vorbereitung ist alles – auch gegen Zecken

Fernab der Infrastruktur durch die Natur zu wandern, klingt ganz nach einem spannenden Erlebnis, das auch Sebastian Ehrke fasziniert. Als begeisterter Ausdauersportler hat er schon unzählige Trekking-Touren auf der ganzen Welt gemeistert. Ob Kilimanjaro, Kap Hoorn oder die Zugspitze, kein Weg war ihm bisher zu weit, kein Berg zu hoch. Da die Natur bekanntermaßen unberechenbar ist, kann es beim Trekking durchaus vorkommen, dass nicht alles nach Plan läuft. Zum Beispiel, wenn man plötzlich mit witterungsbedingten Veränderungen konfrontiert wird – oder gar von einer Zecke gestochen wird. Deshalb ist es wichtig, eine Tour intensiv zu planen: „Gute Vorbereitung ist beim Trekking das A und O. Deshalb habe ich stets genug Verpflegung dabei sowie ein Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflastern, Verbänden und Zeckenkarte. Ich bin lieber zu gut vorbereitet als zu schlecht“, erklärt Sebastian Ehrke. Das gilt auch beim Thema Zeckenvorsorge.

Wie kann ich beim Trekking gegen Zecken vorsorgen?

Beim Trekking ist es wichtig, möglichst körperbedeckende Kleidung und geschlossenes Schuhwerk zu tragen. Wer zusätzlich vorbeugen möchte, kann Kleidung und nackte Hautteile mit speziellen insektenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, einsprühen. Dass sich die Zecke auf den Körper setzt oder gar sticht, bleibt in der Regel unbemerkt, da die Zecke beim Stechen Betäubungsmittel abgibt. Daher ist es wichtig, den Körper gründlich nach Zecken abzusuchen. Zudem kann auch ein Impfschutz einer FSME-Erkrankung nach einem Zeckenstich vorbeugen. Vor allem für Menschen, die in sogenannten FSME-Risikogebieten leben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine FSME-Impfung. In Deutschland zählen beispielsweise große Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie Regionen in Südhessen und Thüringen, zu Risikogebieten, in denen die Gefahr der Übertragung von FSME-Viren besonders hoch ist. In diesen Gebieten sollte eine FSME-Impfung für alle, die gerne draußen Sport treiben, selbstverständlich sein. Auch Sebastian Ehrke ist gegen FSME geimpft.

Und wenn die Zecke doch zugestochen hat?

Zur Zeckenentfernung eignen sich unterschiedliche Hilfsmittel wie die Zeckenkarte oder eine Pinzette. Wer in der Natur keines der genannten Werkzeuge zur Hand hat, kann die Zecke auch mit den Fingernägeln entfernen. Wichtig ist bei allen Hilfsmitteln, dass die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird, denn dies verhindert ein Quetschen der Zecke und somit auch die Freigabe von möglicherweise gefährlichen Körperflüssigkeiten. Kein Grund zur Panik, wenn bei der Zeckenentfernung Reste der Zecke in der Haut zurückbleiben: Hierbei handelt es sich um einen Teil des Stechapparates. Dieser kleine Fremdkörper wird meist von selbst nach einiger Zeit abgestoßen und stellt kein Gesundheitsrisiko dar. Trotzdem ist es wichtig, die Einstichstelle im Anschluss an die Zeckenentfernung zu beobachten: „Sollte sich die Einstichstelle röten, entzünden, heiß werden oder pochen, empfiehlt sich ein Arztbesuch zur Abklärung“, rät Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss.

Mit diesen Vorsorgemaßnahmen sollten Zecken beim Trekking kein Problem darstellen. Bleibt letztendlich nur die Frage, inwiefern man tatsächlich bereit ist, freiwillig die eigene Komfortzone zu verlassen, tagelang weit ab von jeglicher Infrastruktur unterwegs zu sein und sich auf das Abenteuer Trekking einzulassen.

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