Urlaub auf dem Bauernhof: das liebe Vieh und Zecken

Bauernhofurlaub ist ein Trend bei Familien. Neben reichlich Natur und erholsamer Ruhe sind die vielen Tiere das Highlight für Groß und Klein. Doch auch Begegnungen mit Zecken können auf dem Programm stehen. Gut, dass man sich die Blutsauger mit Vorsorgemaßnahmen vom Leib halten kann.

Wer so viel Zeit draußen verbringt wie Sandra Barensteiner, für den sind Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken selbstverständlich.

Urlaub zwischen Kühen, Eseln und Zecken

Den Sommerurlaub auf einem Bauernhof zu verbringen, ist nicht nur für Kinder das Größte. Auch Eltern freuen sich, dass sie fernab vom Trubel des Alltags entspannen können. Unzählige Abenteuer warten auf die Großen und die Kleinen. Nicht nur das Naturerlebnis ist verlockend, sondern vor allem auch die Nähe zu zahlreichen Tieren. Dazu gehören leider auch Zecken. Ebenso wie die Zweibeiner genießen die Spinnentiere die Zeit in der Natur. Auf Grashalmen oder im Unterholz warten Zecken auf einen potenziellen Wirt, von dem sie sich abstreifen lassen können. Dann suchen die Blutsauger nach geeigneten Hautstellen und stechen zu. Den Stich selbst merkt man meist aufgrund eines Betäubungssekrets, das die Parasiten beim Stechen abgeben, nicht.

Krankheitserreger können den Urlaubsspaß schmälern

Zeit auf dem Bauernhof bedeutet Zeit in der Natur. „Wir sind eigentlich von morgens bis abends draußen unterwegs. Das ist vor allem für die Kinder toll“, berichtet Sandra Barensteiner. Sie und ihr Mann leben mit ihrer Familie nicht nur von der Landwirtschaft, sondern bieten Gästen auch Ferienwohnungen an. So kommen auch Urlauber in den Genuss, das Leben auf dem Bauernhof kennenzulernen – inklusive der Risiken durch Zecken. Diese können Träger von über 50 verschiedenen Krankheitserregern sein und diese beim Stechen übertragen. Dazu gehört auch das Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Virus. Dieses Virus kann sich im Speichel von Zecken befinden und gleich beim Zustechen übertragen werden. FSME kann eine Erkrankung der Hirnhaut oder des zentralen Nervensystems zur Folge haben. FSME ist nicht ursächlich behandelbar. Das heißt, die Krankheit selbst kann nicht behandelt werden, sondern Medikamente können nur Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen lindern.

Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken als Ritual

Um Zecken auf Abstand zu halten und die Gefahren der Übertragung von Krankheitserregern zu minimieren, gibt es verschiedene Maßnahmen. Dazu gehört die Wahl geeigneter Kleidung. Festes Schuhwerk und lange Kleidungsstücke können den Blutsaugern den Weg zur Haut erschweren. Ein Einsprühen mit Repellents, also insektenabweisenden Sprays, kann die Tiere auf Abstand halten. Die Barensteiners kennen das Risiko durch Zecken und daher gehören Vorsorgemaßnahmen zu ihrem Alltag. Das gründliche Absuchen des Körpers ist bei ihnen und vor allem den Kindern fester Bestandteil des allabendlichen Zu-Bett-Geh-Rituals. Des Weiteren kann auch ein Impfschutz einer FSME-Erkrankung nach einem Zeckenstich vorbeugen.

Urlaub im FSME-Risikogebiet

Wer seinen Urlaub plant, sollte auch die sogenannten FSME-Risikogebiete im Blick haben. Denn Zecken lauern zwar überall in Deutschland, aber in diesen Regionen, zu denen beispielsweise große Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie Teile Südhessens und Thüringens gehören, ist die Gefahr einer Übertragung des FSME-Virus durch einen Zeckenstich besonders hoch. Neben den FSME-Risikogebieten in Deutschland gibt es auch im europäischen Ausland Risikogebiete. Dazu gehören unter anderem die baltischen Länder, aber auch Staaten in Süd- und Osteuropa.

Mehr zum Thema Zeckenvorsorge erfahren Sie unter www.zecken.de