Zecken sind große Fans von Outdoor-Spielen

Ganz egal ob Federball, Boule, Frisbee, Slackline oder Wikingerschach – wenn die Sonne scheint, herrscht auf Grünflächen ein reges Treiben. Aber Vorsicht, denn auch unerwünschte Mitspieler tummeln sich dort, die einem das Spiel ganz schön vermiesen können: Zecken.

Damit der Spaßfaktor bei Outdoor-Spielen nicht verloren geht, gehört die Vorsorge gegen Zecken selbstverständlich mit dazu. (Foto: Adobe Stock - ragufeng)

Outdoor-Spiele haben momentan Hochsaison. Bei der bunten Vielfalt ist das auch kaum verwunderlich, denn Groß und Klein kommen voll auf ihre Kosten. Was bei dem ganzen Spieleeifer auf grünen Wiesen häufig in Vergessenheit gerät, ist, dass Zecken dort ihr Hoheitsgebiet haben. Bei den kleinen Spinnentieren sollte man nicht auf Teamgeist bauen, denn Zecken haben als Parasit nur ein eigennütziges Ziel: schnellstmöglich eine Blutmahlzeit zu finden. Fairplay ist bei Zecken also Fehlanzeige, daher sollte die richtige Vorsorge selbstverständlich sein.

Wie kann man Zecken überlegen sein?

Ambitionierte Spielefreunde – aber auch Spielemuffel, die lieber im Gras verweilen – sollten vor dem Anpfiff Vorsorgemaßnahmen ergreifen, um sich bestmöglich auf Zecken als Gegenspieler vorzubereiten. Während des Spiels ist es wichtig, dass möglichst lange Kleidung und geschlossenes Schuhwerk getragen werden. Zudem sollten die Socken über die Hose gezogen werden, um es den Zecken schwerer zu machen, an den Beinen hochzukrabbeln. Wer zusätzlich verbeugen möchte, kann Kleidung und Hautteile mit speziellen insektenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, einsprühen. Dass sich die Zecke auf den Körper setzt oder gar sticht, bleibt in der Regel unbemerkt. Daher ist es wichtig, den Körper nach dem Ende der Partie gründlich nach Zecken abzusuchen. Zudem kann auch ein Impfschutz vorbeugen, nach einem Zeckenstich an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken. Vor allem für Menschen, die in sogenannten FSME-Risikogebieten leben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine FSME-Impfung. In Deutschland zählen beispielsweise große Teile Bayerns, Baden-Württembergs sowie Regionen in Südhessen und Thüringen zu Risikogebieten, in denen die Gefahr der Übertragung von FSME-Viren besonders hoch ist. In diesen Gebieten sollte eine FSME-Impfung für Fans von Outdoor-Spielen selbstverständlich sein.

„Spielregeln“ bei der Entfernung von Zecken

Wird ein Stich entdeckt, sollte die Zecke schnellstmöglich entfernt werden, aber wie? Im besten Fall ist eine Zeckenkarte oder Pinzette gleich zur Hand, zur Not sind aber auch die Fingernägel zur Entfernung ausreichend. Wichtig ist, dass bei der Entfernung nicht der Körper der Zecke zerquetscht wird. Es ist nicht schlimm, wenn der „Kopf“ der Zecke stecken bleibt. Hierbei handelt es sich lediglich um den Saugapparat der Zecke, der mit der Zeit vom Körper abgestoßen wird. Die Einstichstelle sollte desinfiziert und auch weiterhin beobachtet werden, um mögliche Krankheitssymptome zu entdecken. Was macht man mit der entfernten Zecke? Nicht zu empfehlen ist das Zertreten mit dem Schuhabsatz, denn diese Prozedur überlebt ein Großteil der Zecken. Zudem wird davon abgeraten, die entfernte Zecke mit den Fingernägeln zu zerquetschen, denn hier besteht die Gefahr, dass man mit der Körperflüssigkeit der Zecke in Berührung kommt. Ein solcher Kontakt könnte dazu führen, dass in der Zecke befindliche Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen – zum Beispiel durch eine kleine Wunde. Daher ist es am sichersten und effektivsten, die Zecke mit einem harten Gegenstand (z. B. Glas) zwischen einem Papier zu zerquetschen, um nicht mit ihrer Körperflüssigkeit in Berührung zu kommen.

Mit diesen Tipps kommt der Spaßfaktor bei Outdoor-Spielen trotz Zecken nicht zu kurz. In diesem Sinne, lasset die Spiele beginnen!

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