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Auf Klassenfahrt: Was tun bei einem Zeckenstich bei Kindern?

Schlimmer als ein Sack voller Flöhe – dieser Halbsatz fällt sicher häufig im Zusammenhang mit Klassenfahrten. Dabei ist ein anderer Parasit viel präsenter: die Zecke. Aber wie macht sich ein Zeckenstich bei Kindern bemerkbar?

Um einen Zeckenstich bei Kindern zu erkennen, sollte die Haut nach dem Herumtoben im Freien gründlich nach Zecken abgesucht werden.

Klassenfahrten sind besondere Ereignisse, die den Zusammenhalt der Schüler stärken sollen – mit Lagerfeuer, nächtlicher Wanderung durch den Wald und jeder Menge Aktivitäten im Freien. Da kann ein Zeckenstich bei Kindern schon einmal vorkommen. Zecken leben bevorzugt auf Wiesen, in hohen Gräsern und Büschen und warten darauf, sich von einem Wirt abstreifen zu lassen. Gerade beim Herumtoben im Grünen ist ein Zeckenstich bei Kindern deshalb sehr wahrscheinlich. Die kleinen Parasiten setzen sich gern an gut durchbluteten Stellen fest: am Haaransatz, im Nacken oder unter den Armen. Ein Betäubungssekret im Speichel der nur millimetergroßen Spinne sorgt dafür, dass der Zeckenstich bei Kindern und Erwachsenen unbemerkt bleibt. Dagegen hilft nur Vorsorge.

„Mit Gründlichkeit und Sorgfalt ist ein Zeckenstich bei Kindern vermeidbar.“

Zecken können mit ihrem Stich bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus und Borreliose-Bakterien. Während eine Borrelien-Infektion sich durch eine Rötung rund um die Einstichstelle andeuten kann, gibt es bei FSME vor allem Symptome, die leicht mit einer Sommergrippe verwechselt werden können. „Eine FSME-Virusinfektion ist aber deutlich gefährlicher. Sie kann zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen und schwere Langzeitschäden verursachen“, erklärt Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss. Deshalb sind auch auf Klassenfahrt ein paar Vorsorgemaßnahmen angebracht. Lange Kleidung erschwert Zecken den Zugang zu freier Haut, Repellents zum Aufsprühen auf die Haut und Kleidung verströmen einen für Zecken und Mücken unattraktiven Geruch und nach dem Toben im Freien sollte der ganze Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden: „Mit Gründlichkeit und Sorgfalt ist ein Zeckenstich bei Kindern und Erwachsenen vermeidbar. Auch wenn natürlich gerade die Kleinen oft wenig Lust auf Sonnencreme oder Repellents haben“, appelliert Süss. Außerdem kann eine FSME-Impfung dabei helfen, das Risiko einer FSME-Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu reduzieren.

Wohin geht eigentlich die Klassenfahrt?

Der Verband Deutscher Schullandheime zählt in ganz Deutschland 400 Schullandheime. Diese Häuser sind oft naturnah gelegen und werden gern für Klassenfahrten in Anspruch genommen. Einige Teile Deutschlands – darunter große Teile Baden-Württembergs und Bayerns, aber auch Kreise in anderen Bundesländern wie z.B. Thüringen oder Hessens – zählen zu den FSME-Risikogebieten, für die die Ständige Impfkommission eine Impfempfehlung ausspricht. Eltern sollten daher schauen, ob das Ziel der Klassenfahrt in einem FSME-Risikogebiet liegt. Sollte das der Fall sein, kann der Kinderarzt zu einer FSME-Impfung beraten. Lehrer können sich unter www.zecken.de darüber informieren, wie Zecken sicher entfernt werden und was bei einem Zeckenstich bei Kindern zu tun ist. Damit die Klassenfahrt zu einem unbeschwerten und unvergesslichen Erlebnis in der Natur wird.

Mehr zum Thema Zeckenvorsorge erfahren Sie unter www.zecken.de