FSME in Europa

Die FSME ist in Europa weit verbreitet. Auch wenn die Datenlage nicht immer eindeutig ist, so lassen Forschungen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten darauf schließen, dass es in weit mehr als 20 Ländern FSME-Gebiete gibt.

Das Virus ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgeprägt. Besonders viele FSME-Gebiete gibt es in den baltischen Staaten sowie großen Teilen Osteuropas. Bis in die 1980er Jahre galt auch Österreich als Hochrisikogebiet mit teilweise bis zu 700 FSME-Fällen im Jahr. Aufgrund der hohen Durchimpfungsraten in der Bevölkerung ist es mittlerweile gelungen, die Fallzahlen drastisch zu reduzieren. Da die Impfung nur einen individuellen Schutz verleiht, sollten sich Österreich-Urlauber aber weiterhin gegen FSME impfen lassen.

Mit Hilfe der zecken.de-„FSME-Europa-Maps-Karte“ können Sie einfach und schnell überprüfen, ob Sie in ein Land mit FSME-Gebieten reisen. Für eine detaillierte Länderbetrachtung samt herunterladbaren Detailansichten steht Ihnen die interaktive FSME-Europakarte von zecken.de zur Verfügung.

Verbreitung der FSME in Europa – Google-Maps-Karte

Aktuelle FSME-Verbreitung für Europa im Google-Maps-Design mit Suchfunktion und Zoom: Überprüfen Sie hier, ob Sie in einem FSME-Gebiet leben, arbeiten oder Urlaub machen.

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Legende

rotFSME-Risikogebiete in Europa (entsprechend den Angaben der nationalen Gesundheitsbehörden und wissenschaftlicher Publikationen).

FragezeichenIn diesen Gebieten ist mit FSME-Erkrankungen zu rechnen. Eine genaue Dokumentation der einzelnen Erkrankungen liegt nicht vor.

gelbFSME-Einzelfälle (Daten lokaler Behörden).

Hier finden Sie die aktuelle FSME-Verbreitung für Europa mit Beschreibungen der FSME-Situation in den einzelnen Ländern.

FSME-Situation in Albanien

Die Datenlage in Albanien ist unklar. Allerdings haben Studien in der Vergangenheit gezeigt, dass FSME-Gebiete über das gesamte Land verteilt sind. Bei der überwiegend landwirtschaftlichen Struktur und den einfachen Lebensumständen ist zudem davon auszugehen, dass lebensmittelbedingte FSME-Fälle gehäuft auftreten – z.B. durch kontaminierte Milch.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Belgien

Auch wenn Belgien förderliche Klima- und Umweltbedingungen für das FSME-Virus aufweist, gab es im Zeitraum zwischen 2000 und 2010 keinen bestätigten FSME-Fall.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Bosnien Herzegowina

Die Datenlage in Bosnien und Herzegowina ist unklar. Im Norden des Landes sollen Einzelerkrankungen vorkommen. In Bosnien und Herzegowina gibt es zudem gemeldete alimentäre, also durch Nahrungsmittel bedingte, Infektionen - vorwiegend durch Rohmilch von Schafen und Ziegen.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Bulgarien

In Bulgarien wird bei unklarer Datenlage gegenwärtig davon ausgegangen, dass kein Risiko besteht.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Dänemark

Das FSME-Virus tritt in Dänemark sehr sporadisch auf. Jährlich gibt es fünf bis zehn gemeldete Fälle. Als klares FSME-Risikogebiet wird lediglich die Insel Bornholm deklariert – hier tritt das FSME-Virus dauerhaft gehäuft auf und somit als endemisch einzuordnen. Nördlich von Kopenhagen wurden vereinzelt FSME-Fälle registriert.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

Verbreitung der FSME in Deutschland

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist ein vorwiegend süddeutsches Phänomen. Bedingt durch Klimaveränderungen und zunehmend milde Wintern breitet sich das FSME-Risiko allerdings auch Richtung Norddeutschland und in die Höhenlagen aus.

Zur „FSME-Google-Maps-Karte“ für Deutschland

FSME-Situation im Vereinigten Königreich

Bislang konnte das FSME-Virus im Vereinigten Königreich nicht nachgewiesen werden.
Quelle: Deutsches Grünes Kreuz (letzter Zugriff: 01.04.2014)

FSME-Situation in Estland

In Estland herrscht ein landesweites FSME-Risiko. Besonders betroffen sind: die Insel Saaremaa, Ida, Lyaene-Virumaa im Norden, Pyarumaa im Südwesten sowie der gesamte Süden des Landes. Estland hat wie die anderen baltischen Staaten europaweit die höchste Anzahl an FSME-Neuerkrankungen pro Jahr. Alle drei Subtypen der FSME sind vertreten. Zudem liegen Meldungen von Übertragungen durch Schafs- und Ziegenmilch vor. Jährlich gibt es in Estland zwischen 150 und 250 bestätigte FSME-Fälle.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Finnland

Die FSME tritt in Finnland vorwiegend in Küstennähe auf, sowie auf den vorgelagerten Inseln. Einige Fälle wurden auch im Saimaa-Seengebiet (Südosten), im Gebiet von Jakobstad/Kokkola (Westen), auf dem gesamten Turku-Archipel (Südwesten) sowie auf den Aland-Inseln gemeldet. Mit dem Vorkommen der FSME auf dem Archipel von Kokkola, nur 300 km vom Polarkreis entfernt, ist der gegenwärtig nördlichste Verbreitungsort der FSME insgesamt markiert. Die überwiegende Mehrheit der jährlich 20 bis 40 gemeldeten FSME-Fälle stammt von den Aland Inseln.

Die FSME tritt in Finnland vorwiegend in Küstennähe auf, sowie auf den vorgelagerten Inseln. Einige Fälle wurden auch im Saimaa-Seengebiet (Südosten), im Gebiet von Jakobstad/Kokkola (Westen), auf dem gesamten Turku-Archipel (Südwesten) sowie auf den Aland-Inseln gemeldet. Mit dem Vorkommen der FSME auf dem Archipel von Kokkola, nur 300 km vom Polarkreis entfernt, ist der gegenwärtig nördlichste Verbreitungsort der FSME insgesamt markiert. Die überwiegende Mehrheit der jährlich 20 bis 40 gemeldeten FSME-Fälle stammt von den Aland Inseln.

Quellen: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.
N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Frankreich

Jährlich werden in Frankreich einige wenige FSME-Fälle gemeldet. Diese Einzelfälle treten vorwiegend im Elsaß auf, ebenso in Lothringen (Nancy). Zudem scheint sich in der Nähe von Grenoble ein neuer FSME-Herd zu entwickeln - Einzelfälle sind dort vermehrt registriert worden.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Griechenland

Im Zeitraum zwischen 2000 und 2010 gab es keine gemeldeten FSME-Fälle in Griechenland. Allerdings sind Informationen zur Verbreitung der FSME in Griechenland limitiert, da es im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern kein Referenzlabor gibt, das valide Daten zu FSME-Erkrankungen dokumentiert.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Irland

Bislang konnte das FSME-Virus in Irland nicht nachgewiesen werden.
Quelle: Onmeda (letzter Zugriff 21.07.2015)

 

FSME-Situation in Island

Bislang konnte das FSME-Virus auf Island nicht nachgewiesen werden.
Quelle: Deutsches Grünes Kreuz (letzter Zugriff: 01.04.2014)

FSME-Situation in Italien

Insgesamt ist das FSME-Risiko in Italien gering. Allerdings gibt es vereinzelte Regionen mit gemeldeten FSME-Fällen. Hierzu zählen im Norden das Gebiet zwischen Florenz und Trient, die Toskana sowie die Provinzen Florenz und Latium in Mittelitalien. Seit 2006 wurden jährlich zwischen 20 und 35 bestätigte FSME-Fälle in den Referenzlaboren gemeldet.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Kroatien

In Kroatien befinden sich FSME-Risikogebiete im Norden des Landes zwischen den Flüssen Sava und Drava (Drau). 2003 – 2007 sind im Mittel 27 Erkrankungsfälle gemeldet worden.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Lettland

In Lettland herrscht ein landesweites FSME-Risiko. Besonders betroffen ist der zentrale Teil des Landes. 2010 gab es in Lettland ca. 500 gemeldete FSME-Fälle. Das FSME-Virus ist in Lettland endemisch verbreitet. Besonders tückisch: im Großraum Riga und in den städtischen Grünanlagen ist ebenfalls ein FSME-Risiko vorhanden. Im Westen und in der Mitte des Landes dominiert der westliche Subtyp der FSME (Überträger Ixodes ricinus). Im Osten überwiegt die RSSE (Überträger Ixodes persulcatus). In Lettland gibt es zudem gemeldete alimentäre, also durch Nahrungsmittel bedingte Infektionen - vorwiegend durch Rohmilch von Schafen und Ziegen.

Quellen: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.
N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Litauen

 

In Litauen herrscht ein landesweites FSME-Risiko, das das Virus im ganzen Land endemisch vorkommt. Besonders betroffen ist der Norden des Landes bei Akmene, Pakruojis, Pasvalys und Rokiskis. Jährlich gibt es in Litauen zwischen 500 und 750 bestätigte FSME-Fälle. Damit zählt Litauen zu den europäischen Ländern mit den meisten FSME-Fällen.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Moldawien

Für Moldawien liegen keine validen Daten vor. Allerdings ist laut Robert-Koch-Institut von einem gewissen FSME-Risiko auszugehen. Weitere durch Zecken übertragene Krankheiten sind dort die Lyme-Borreliose und das Q-Fieber.

Quelle: Epidemiologoisches Bulletin des Robert Koch Instituts 2005: 22. April 2005/ Nr. 16.

FSME-Situation in Montenegro

In Teilen des Landes kommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Eine genaue Identifikation der FSME-Risikogebiete ist aufgrund fehlender nationaler Auswertungen nicht möglich.

Das Auswärtige Amt rät jedoch: Rechtzeitig vor der Einreise sollten sich Reisende beim Arzt wegen einer möglichen Impfung informieren.

Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ MontenegroSicherheit.html (letzter Zugriff 21.07.2015)

FSME-Situation in Norwegen

In Norwegen herrscht ein geringes FSME-Risiko. Meldungen über Erkrankungsfälle stammen vorwiegend von den südlichsten Küstenregionen der Agder-Provinzen mit dem Gebiet um Kristiansand. Aus diesem Grund wird das FSME-Virus an der südlichen Küste als endemisch klassifiziert. Zwischen 2007 und 2010 traten in Norwegen im Schnitt zehn bestätigte FSME Fälle auf.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Österreich

In Österreich herrscht ein landesweites FSME-Risiko. Besonders betroffen sind die Gebiete in Flussniederungen, vor allem entlang der Donau von Passau bis Linz (Oberösterreich), in der Wachau, St. Pölten und Wien bis zur slowakischen Grenze (Niederösterreich), ferner Teile von Kärnten, der Steiermark und des Burgenlandes entlang der slowenischen und ungarischen Grenze. Das FSME-Virus ist in allen österreichischen Bundesländern endemisch. In den 1980er Jahren variierte die Zahl der FSME- Fälle pro Jahr zwischen 300 und 700. Dank einer landesweiten Impfquote von 85% wurde die Zahl der Erkrankungen reduziert – auf 50 bis 100 Fälle jährlich.

Quellen: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.
Epidemiologoisches Bulletin des Robert Koch Instituts 2005: 22. April 2005/ Nr. 16.

FSME-Situation in Polen

Hochrisikogebiete finden sich vor allem im Nordosten von Polen: 90% der landesweit gemeldeten Fälle stammen aus den beiden Provinzen Suwalki und Bialystock im Grenzgebiet zu Litauen und Weißrussland. Ein geringeres Risiko besteht auch in anderen Landesteilen. In Polen gibt es zudem gemeldete alimentäre, also durch Essen bedingte, Infektionen - vorwiegend durch  Rohmilch von Schafen und Ziegen. Jährlich gibt es in Polen zwischen 200 und 300 bestätigte FSME-Fälle.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Rumänien

Für Rumänien ist die Datenlage unklar. Vereinzelte Studien weisen auf ein punktuelles FSME-Risiko hin. Im Zeitraum von 2008 bis 2010 variierte die Zahl der FSME-Fälle zwischen zwei und acht.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Russland

In Russland ist das FSME-Virus in den Waldzonen des gesamten Landes endemisch. Besonders betroffen: die Waldgebiete von Kaliningrad im Westen bis Wladiwostok im Osten. Die geografischen Unterschiede sind allerdings enorm. Die höchste Inzidenz (Anzahl an Neuerkrankungen während einer bestimmten Zeit) wird aus den Regionen des sogenannten FSME Gürtels (Ural, Sibirien, Fernost) berichtet. Besonders gravierend ist die FSME-Situation in Sibirien, speziell Westsibirien. In Russland gibt es einige Besonderheiten: In Westsibirien ist Ixodes persulcatus der Hauptvektor, der zwischen Anfang Mai bis Mitte Juni fast explosionsartig auftritt. Im Gegensatz zu Ixodes ricinus befallen insbesondere die hoch durchseuchten erwachsenen („adulten“) Zecken den Menschen. Nach Mitte Juni sinkt die Zeckenaktivität deutlich ab. Es kommen alle FSME-Virussubtypen vor, was erhebliche Bedeutung für die Schwere des Krankheitsverlaufs hat.

Quelle: Epidemiologoisches Bulletin des Robert Koch Instituts 2005: 22. April 2005/ Nr. 16.

FSME-Situation in Schweden

Das FSME-Virus tritt in Schweden geografisch sehr eingeschränkt auf. Die überwiegende Mehrheit der Fälle trat in Mittelschweden und den östlichen Regionen von Schweden auf. Im Zeitraum 2005 bis 2010 wurden jährlich zwischen 150 und 230 bestätigte FSME-Fälle registriert.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in der Schweiz

Das FSME-Virus ist in der Schweiz weit verbreitet. Es kommt vor allem in der Nähe des Bodensees vor. Der Kanton Zürich zählt zu den Regionen mit der höchsten Inzidenz (Anzahl an Neuerkrankungen während einer bestimmten Zeit), gefolgt von Thurgau, St. Gallen, Aargau und Bern.

Quelle: Epidemiologoisches Bulletin des Robert Koch Instituts 2005: 22. April 2005/ Nr. 16.

FSME-Situation in Serbien

Die Datenlage in Serbien ist unklar. Nordöstlich von Belgrad sollen vereinzelt FSME-Fälle aufgetreten sein. Zudem liegen Meldungen von Übertragungen des FSME-Virus durch Schafs- und Ziegenmilch vor.

Quelle: Epidemiologoisches Bulletin des Robert Koch Instituts 2005: 22. April 2005/ Nr. 16.

FSME-Situation in der Slowakei

Mit einem FSME-Infektionsrisiko muss in allen Landesteilen der Slowakei gerechnet werden, da das Virus im ganzen Land endemisch vorkommt. So genannte „FSME-Hotspots“ befinden sich in den Karpaten, der Pannonischen Tiefebene und rund um die Hauptstadt Bratislava. Zusätzlich liegen Meldungen von Übertragungen des FSME-Virus durch Schafs- und Ziegenmilch vor. Jährlich werden zwischen 60 und 80 FSME-Fälle gemeldet.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Slowenien

In Slowenien herrscht ein landesweites FSME-Risiko. Die aktivsten FSME-Herde befinden sich in den Regionen Gorenjska und Koroška. Slowenien zählt zudem mit seinen jährlich 200 bis 350 bestätigten FSME-Fällen zu den Ländern Europas mit der höchsten Anzahl an Neuerkrankungen pro Jahr.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in Tschechien

Tschechien ist eines der Länder in Europa, das die meisten FSME-Neuerkrankungen aufweist. Hierbei ist das gesamte Land vom FSME-Virus betroffen – im Besonderen jedoch die Region Böhmen, südlich von Prag. Jährlich werden in Tschechien zwischen 500 und 1.000 neue FSMEFälle gemeldet. Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Zecken auch vermehrt in höheren Lagen anzutreffen sind – dies lässt eine Ausweitung der FSME-Risikogebiete in Tschechien vermuten.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.

FSME-Situation in der Türkei

Weder wurde das Virus in der Türkei nachgewiesen, noch existieren sichere Belege für Erkrankungen.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in der Ukraine

In der Ukraine ist die FSME auf der Krim und im Gebiet des Volinskij Oblast (Wolhynien) endemisch. Das Auswärtige Amt empfiehlt für die Ukraine eine FSME-Impfung.

Quelle: N. Krappitz 2010: Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung – Reiserisiken, Prophylaxe, Geomedizin, Management.

FSME-Situation in Ungarn

Das FSME-Virus tritt landesweit auf – im Besonderen in Transdanubia und im Norden von Ungarn. Jährlich gibt es in Ungarn zwischen 40 und 80 bestätigte FSME-Fälle. Eine Studie aus dem Jahr 2009 hat zudem nachgewiesen, dass von 400 untersuchten Tieren 26,5% der Rinder und 7% der Schafe mit dem FSME-Virus infiziert waren.

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report – Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.