Der goldene Herbst lockt Menschen, aber auch Zecken ins Freie

Der Herbst lockt mit seinen bunten Farben und den milden Temperaturen viele Leute hinaus in die Natur – nicht umsonst heißt es ja auch goldener Herbst. Ein ausgiebiger Spaziergang durch den herbstlich gefärbten Wald oder eine gemütliche Radtour sind bei schönem Herbstwetter ein absolutes Muss. Ebenfalls unerlässlich, wenn man gern viel Zeit im Grünen verbringt: eine gute Zeckenvorsorge. Denn Zecken können u. a. das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus übertragen. Das Gefährliche an FSME: Sie ist nicht mit Medikamenten heilbar und kann schwere Folgen haben, wie Lähmungen und Sprechstörungen. Und da Zecken bereits bei Temperaturen ab 5 Grad aktiv sind, sollte Zeckenvorsorge unbedingt auch im Herbst ein Thema sein.

Ein Spaziergang durch den Wald ist im Herbst ein absolutes Muss. (© serge - stock.adobe.com)

Zecken halten auch im Herbst keinen Abstand

So schön ein Herbstausflug auch ist, eines sollte dabei nicht vergessen werden: die richtige Zeckenvorsorge. Denn Zecken halten sich vorwiegend in bodennaher Vegetation, in einer Höhe von 30 bis 60 cm, auf. Bei einem herbstlichen Waldspaziergang oder beim Pilzesammeln hält man sich also schnell mitten im Jagdrevier der Zecken auf. Anders als angenommen sind Zecken zudem nicht nur im Sommer und Frühling aktiv, sondern bereits bei Temperaturen ab 5 Grad Celsius – und die gibt es häufig auch noch im Herbst. Um einen Zeckenstich zu vermeiden, sollte man deshalb einige Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Lange Kleidung und festes Schuhwerk erschweren den kleinen Blutsaugern den Zugang zur Haut und auch Anti-Insektensprays mit einem Wirkstoff gegen Zecken halten sie einige Stunden auf Abstand. Nach einem Aufenthalt im Grünen sollte man seinen Körper zudem immer gründlich nach Zecken absuchen. Außerdem kann man sich auch durch Impfen vor FSME schützen.

Mit der FSME-Grundimmunisierung bereits im Herbst starten

Wer im Herbst kurzfristig einen Schutz gegen FSME benötigt, kann die Schnellimmunisierung in Anspruch nehmen – je nach Impfstoff lässt sich der Schutz innerhalb weniger Wochen aufbauen. Auch für die Grundimmunisierung ist der Herbst der ideale Startpunkt. Zeckenexperte Prof. Dr. Gerhard Dobler erklärt: „Die Herbst- und Winterzeit ist ideal, um den Impfschutz für die kommende Zeckensaison aufzubauen.“ Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen, die in einem bestimmten zeitlichen Abstand zueinander durchgeführt werden müssen. Die ersten beiden Teilimpfungen werden im Abstand von 1 bis 3 Monaten verabreicht, die dritte Dosis kommt dann, abhängig vom Impfstoff, 5 bzw. 9 bis 12 Monate später. „Startet man die Grundimmunisierung also bereits im Herbst, hat man im kommenden Frühjahr und Sommer bereits einen vollständigen Impfschutz gegen FSME“, so Prof. Dr. Dobler. Je nach Alter und Impfstoff sollte der Impfschutz anschließend alle 3 bis 5 Jahre aufgefrischt werden. Kinder können bereits ab einem Alter von einem Jahr gegen FSME geimpft werden.