Unsichtbare Spätsommerplage: Vorsicht vor Zecken, nicht vor Wespen!

Wer kennt es nicht: Man genießt einen lauen Sommerabend im Garten, eine Gartenparty mit der Familie oder ein Picknick im Stadtpark mit den engsten Freunden. Doch ein aufdringlicher Gartenbewohner stört allzu oft den Frieden bei Snacks und Getränken – Wespen. Gleichzeitig lauern aber auch andere ungebetene Gäste, wie Zecken, im Grünen. Die Blutsauger gelten unter Experten als das gefährlichste Tier Deutschlands, weil sie Krankheitserreger, wie zum Beispiel die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können.

Auch im eigenen Garten sind Begegnungen mit Zecken möglich.

Zecken: klein, aber oho!

FSME ist eine Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems. Die Erkrankung ist nicht mit Medikamenten heilbar, kann bleibende Schäden wie Lähmungen und Sprechstörungen verursachen und in schweren Fällen sogar tödlich verlaufen. Zecken können aber auch andere Krankheitserreger, wie z.B. Borrelien, durch ihre Stiche auf den Menschen übertragen. Wer meint, Zecken kämen nur in hohen Wiesen oder Wäldern vor, der liegt falsch. Tatsächlich können die kleinen Spinnentiere überall dort lauern, wo es Grünflächen gibt. Egal, ob Biergarten mit Grünflächen, Stadtpark, Fußballplatz oder eben der heimische Garten. Die Blutsauger lauern in der bodennahen Vegetation in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern und warten darauf, im Vorbeigehen abgestreift zu werden. Haben die Parasiten einen Wirt gefunden, suchen sie nach gut durchbluteten Stellen, um zuzustechen, dazu zählen beispielsweise die Kniekehlen und der Bauch- und Brustbereich. Bei Kindern ist aufgrund ihrer geringen Körpergröße auch der Kopfbereich gefährdet. Vorsorge hilft dabei, sich vor Zeckenstichen zu schützen. Die richtige Zeckenvorsorge ist im eigenen Garten jedoch genauso wichtig wie beim nächsten Wanderurlaub.

Die richtige Vorsorge kann Erkrankungen vorbeugen

Impfen ist der beste Schutz vor einer FSME-Erkrankung. Das schnelle Entfernen der Zecke beugt einer Infektion nicht vor, da die FSME-Viren beim Stich einer infizierten Zecke sofort übertragen werden können. Da Zecken neben FSME-Viren auch andere Krankheitserreger, z. B. Borrelien, übertragen können, sollte man Zeckenstiche bestenfalls vermeiden und entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen. Um den kleinen Blutsaugern den Zugang zur Haut zu erschweren, empfiehlt sich das Tragen von langer Kleidung und festem Schuhwerk. Das Einsprühen mit Anti-Zeckenspray kann die kleinen Spinnentiere für einige Stunden auf Abstand halten. Außerdem sollte man seinen eigenen Körper und den seiner Kinder nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich nach Zecken abzusuchen.