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Wellness-Trend Waldbaden – und wie man sich dabei vor Zecken schützt

Die Atmosphäre des Waldes genießen und sie mit allen Sinnen wahrnehmen – was schon fast spirituell klingt, gilt in Japan als anerkannte Methode zur Entspannung und Stressbewältigung: das sogenannte „Waldbaden“. Auch in Deutschland erfreut sich dieser Wellness-Trend immer größerer Beliebtheit. Aber nicht vergessen: Im Wald treiben auch Zecken ihr Unwesen. Da die kleinen Blutsauger gefährliche Krankheitserreger übertragen können, sollte man beim Aufenthalt im Grünen auch an die richtige Zeckenvorsorge denken.

Der Natur ganz nah sein: Waldbaden, ein Wellness-Trend aus Japan.
(© Tanja Esser - stock.adobe.com)

In der Natur zur Ruhe kommen

Abschalten und loslassen fällt vielen Menschen in ihrem hektischen Alltag schwer. Gerade in stressigen Zeiten kann es daher sinnvoll sein, sich bewusst Zeit für eine Pause im Wald zu nehmen. Den Duft der Pflanzen aufnehmen, die raue Rinde eines Baumes erfühlen und dem Rascheln der Sträucher lauschen – das ist Waldbaden. Und das Beste: Bei diesem Wellness-Erlebnis gibt es keine Regeln, Tabus oder Verpflichtungen. Es kommt dabei nur darauf an, im Hier und Jetzt zu sein. Wissenschaftlern zufolge können bereits kurze achtsame Waldspaziergänge von fünf bis zwanzig Minuten eine gesundheitsfördernde und erholende Wirkung haben. Denn die Natur entspannt Körper und Seele auf eine unvergleichliche Weise.

Auszeit im Grünen? An Zeckenvorsorge denken!

Im Wald sind nicht nur Naturliebhaber, sondern auch Zecken unterwegs. Die Parasiten halten sich bevorzugt in der bodennahen Vegetation in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern auf, um sich im Vorbeigehen abstreifen zu lassen. Haben die Blutsauger einen Wirt gefunden, suchen sie nach geeigneten Stellen, um zuzustechen. Beim Blutsaugen können die Spinnentiere gefährliche Krankheitserreger übertragen, allen voran Borreliose-Bakterien (Borrelien) und das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus. FSME ist eine Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, ausgelöst durch das FSME-Virus. Die Erkrankung ist nicht mit Medikamenten heilbar und kann in einzelnen Fällen sogar tödlich verlaufen. Die richtige Vorsorge ist daher unerlässlich. Durch Impfen kann man sich vor einer FSME-Erkrankung schützen. Besser ist es jedoch, sich gar nicht erst stechen zu lassen. Um Zeckenstichen vorzubeugen, sollte man beim Aufenthalt im Grünen möglichst lange Kleidung sowie festes Schuhwerk tragen und den Körper anschließend gründlich absuchen. Zusätzlich kann das Einsprühen mit Anti-Zeckenspray dabei helfen, die Parasiten für einige Stunden auf Abstand zu halten.