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Wohin sticht die Zecke? Neue Studie gibt Auskunft

Wohin stechen Zecken den Menschen am liebsten? Antworten darauf gibt nun eine aktuell veröffentlichte, bundesweite Studie der Baxter Deutschland GmbH. Darin vergleicht ein Team um die wissenschaftliche Studienleiterin Dr. Anja Reichert die häufigsten Stichstellen bei Frauen, Männern, Mädchen und Jungen.

Foto: Pfizer

Zecken bevorzugen die Kniekehle
Alle Patientengruppen wiesen eine leicht erhöhte Stichdichte in der Bauch- und Brustregion auf. Vor allem Jungen und Männer wurden öfter von Zecken in den Bauch gestochen. Insgesamt war – unabhängig von Alter und Geschlecht – die beobachtete Stichhäufigkeit auf der Körpervorderseite höher als auf der Rückseite. Bei Männern, Kindern und Frauen gleichermaßen war die Kniekehle das bevorzugte Stichziel auf der Körperrückseite.

Kinder werden oft am Kopf gestochen
Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie, bei der mehr als 700 Ärzte fast 10.000 Zeckenstiche an ihren Patienten zuordneten: Im Vergleich zu Erwachsenen wurden Kinder oft in den Kopfbereich gestochen. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass bei Kindern der Kopf im Verhältnis zum Körper größer ist, nehmen die Forscher an.

Generell bevorzugen Zecken dünne, gut durchblutete Hautregionen bei ihren Wirten. Hände, Unterarme, Ellenbogen und Füße sind hingegen eher wenig attraktiv für Zeckenstiche. Letztlich können die kleinen Blutsauger jedoch überall am Körper zustechen. Darum ist es auch so wichtig, nach Aufenthalten im Freien möglichst umgehend den ganzen Körper nach Zecken abzusuchen. Auf diese Weise kann einer Infektion durch Borreliose-Bakterien vorgebeugt werden, denn bis die Erreger in den menschlichen Körper gelangen, vergehen im Schnitt 12 bis 24 Stunden.

Zeckenangriff: Jede Körperstelle ist gefährdet
Im Fall der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) hat das nachträgliche Absuchen jedoch keine schützende Wirkung. Der Grund: Eine Infektion mit FSME-Viren erfolgt unverzüglich nach dem Zeckenstich. Mögliche Folgen der Hirnhautentzündung FSME sind etwa schwere Lähmungen, schlimmstenfalls endet die Erkrankung tödlich. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, lediglich die Impfung bietet Schutz. Regulär erfolgen die ersten beiden Einzelimpfungen im Abstand von einem bis drei Monaten; sie ermöglichen bereits einen saisonalen Schutz. Nach fünf bis zwölf Monaten bedarf es einer weiteren Einzelimpfung, die den Impfschutz vervollständigt. Dieser hält danach für mehrere Jahre an.