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Gefahr durch Zecken: Was sind FSME und Borreliose?

Die größte Gefahr bei der Begegnung mit Zecken sind die von ihnen durch einen Stich übertragbaren Krankheitserreger. Dazu gehören auch Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren und Borreliose-Bakterien. Wer sich also in der Natur aufhält, sollte Vorsorge treffen, um Zeckenstiche zu vermeiden.

Die richtigen Vorsorgemaßnahmen können helfen, Zeckenstichen und damit der Übertragung von Krankheitserregern wie FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien vorzubeugen.

Zecken übertragen Krankheitserreger

Ein kleines, unscheinbares Tier und doch gefährlich – die Zecke. Denn sie kann Krankheitserreger wie FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien übertragen. Der Parasit sitzt in Gräsern, Büschen und im Unterholz und wartet darauf, dass ein potenzieller Wirt vorbeikommt, den er stechen kann. So kommt er zu seiner Blutmahlzeit. Den Stich merkt das Opfer nicht, da der kleine Blutsauger mit dem Speichel ein Betäubungsmittel setzt. Schon beim Stechen können die Erreger des FSME-Virus übertragen werden. Borrelien brauchen zur Übertragung länger, da sich diese Bakterien im Darm der Zecke befinden. Jeder, der in der Natur unterwegs ist, sollte daher Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken treffen.

Übertragung von Borreliose-Bakterien

Die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger in Deutschland sind Borreliose-Baktieren. Jährlich sind Zehntausende Menschen betroffen. Die spiralförmigen Bakterien, Borrelien genannt, sitzen im Darm der Zecke. Daher ist die Gefahr einer Übertragung höher, je länger die Zecke am Wirt saugen kann. Die bakterielle Erkrankung ist nicht ansteckend und lässt sich mit Antibiotika behandeln. Denn im Gegensatz zu FSME gibt es gegen Borreliose keine Impfung. Problematisch ist allerdings, die Symptome dieser Erkrankung zu erkennen. Dazu gehören Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. Ein typisches Krankheitszeichen ist außerdem die sogenannte Wanderröte. Dabei zeigt sich im Bereich des Stichs eine großflächige und kreisförmige Rötung. Die Einstichstelle sollte daher in der Folgezeit nach einem Zeckenstich gut beobachtet werden. Dabei kann das Stichtagebuch der Zeck-Tag-App helfen, das einen dank Reminderfunktion an das regelmäßige Beobachten erinnert. Vorsorgemaßnahmen können helfen, Stiche zu vermeiden.

Gefahr durch FSME-Viren

Ein weiterer Krankheitserreger, der durch Zecken übertragen werden kann, ist das FSME-Virus. Es kann eine Frühsommer-Meningoenzephalitis auslösen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die lebensgefährlich sein kann. Auch müssen Erkrankte mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen. Im Gegensatz zur Borreliose ist FSME nicht ursächlich behandelbar. „Ärzte können in der Folge nur die Symptome lindern, beispielsweise Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen“, erklärt Prof. Dr. med. Tomas Jelinek, Medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT). Daher ist es wichtig, das Risiko einer Erkrankung von Anfang an zu verringern.

Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken

Damit Zecken nicht zum Zuge kommen, kann man verschiedene Maßnahmen anwenden. Zum einen sollte man auf die richtige Kleidung achten: Lange und vor allem helle Kleidung ist geeignet. So ist möglichst viel Haut abgedeckt, und die dunklen Tiere sind auf hellen Kleidungsstücken besser sichtbar, sodass man sie so schnell wie möglich entfernen kann. Festes Schuhwerk und über die Hosen gezogene Socken können außerdem helfen, Zecken den Zugang zur Haut zu erschweren. Zum anderen empfiehlt es sich, sich mit Repellents einzusprühen und nach jedem Aufenthalt in der Natur den Körper gründlich nach Zecken abzusuchen. Zusätzlich kann auch ein Impfschutz vorbeugen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken. Auch der Hausarzt kann hierzu weitere Informationen geben.

Mehr zum Thema Zecken und Zeckenvorsorge erfahren Sie unter www.zecken.de.