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Zecken

Blutgrätsche, Schwalbe, Pferdekuss – Fußballer können sich auf dem Platz schon mal ordentlich wehtun. Dabei gibt es auf dem Rasen noch eine Gefahr, die häufig unterschätzt wird: die Zecke! Exemplare dieser winzigen Spinnentiere können fiese Krankheitserreger übertragen.

Zecken

Seit Ende März ticken die Uhren wieder im Rhythmus des Sommers! Die Tage werden länger und machen Lust darauf, Zeit draußen im Grünen zu verbringen. Doch nicht nur wir Menschen freuen uns: Auch Zecken sind wieder eifrig auf der Suche nach frischem Blut.

Zecken

Schon Eduard Mörike schwärmte: „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“ Wir Menschen denken dabei an den Geruch feuchter Erde oder die ersten Blumen. Die Zecke aber wittert nur eins: Blut.

Wohin sticht die Zecke?

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Wissenschaft und Forschung

Zecke am Kopf, Zecke am Hoden, Zecke am Bein – alles Stellen, an denen die kleinen Blutsauger schon entdeckt wurden. Denn Zecken lieben weiche, gut durchblutete und dünne Hautstellen besonders. Welche genau, das untersuchte eine bundesweite Studie. Das Ergebnis: Ein Zeckenstich kann an allen Körperteilen vorkommen. Diese Körperstellen waren bei den Zecken allerdings besonders beliebt: Brust, Bauch, Lendenbereich sowie Kniekehlen. Beim Kind findet sich häufiger – im Gegensatz zu Erwachsenen – auch mal eine Zecke am Kopf.

Zecken lieben weiche, gut durchblutete und dünne Hautstellen. Welche genau, das untersuchte eine bundesweite Studie. Das Ergebnis: Zecken können überallhin stechen. Zwei Körperstellen waren allerdings besonders beliebt.

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Wohin stechen Zecken? Rund 10.000 Zeckenstiche wurden ausgewertet, um diese Frage zu beantworten.

Eine Zecke am Kopf, beispielsweise an Hals oder Ohr, ist nicht gefährlicher als an anderen Körperstellen. Gefährlich können die Krankheitserreger werden, die Zecken beim Stechen übertragen können. Wer Zecken rechtzeitig entfernt, kann beispielsweise das Risiko einer Borreliose verringern. Der Krankheitserreger, das Bakterium Borrelia burgdorferi, gelangt erst nach rund 12 bis 24 Stunden vom Darm der Zecke in den Blutkreislauf. Andere Erreger, wie das FSME-Virus, können direkt mit dem Speichel übertragen werden.

Zecken am Hoden

Wer eine Zecke in seiner Leistengegend, am Hodensack oder am After entdeckt, bekommt erst einmal einen Schreck. Und fragt sich, wie die Zecke da hingekommen ist. Das ist das Tückische: Ein Zeckenstich ist schmerzfrei und wird daher meistens nicht bemerkt. Umso wichtiger ist es, nach einem Waldspaziergang seinen Körper gründlich nach Zecken abzusuchen – besonders die vermeintlich schwer erreichbaren Stellen. Auch wenn es um eine so sensible Stelle geht, gilt es, Ruhe zu bewahren und die Zecke schnell zu entfernen. Tipps dafür gibt es hier.

Wo finden sich Zecken am Körper besonders häufig?

Eigentlich können Zeckenstiche überall am Körper auftreten. Beklagt sich also jemand über einen Zeckenbiss am Bein oder Fuß – streng genommen ist es übrigens ein Zeckenstich –, ist das nichts Ungewöhnliches. Auf der Suche nach der idealen Stelle kann sich eine Zecke am Fuß, am Arm, am Rücken oder sogar am Ohr niederlassen. Einige Stellen sind jedoch beliebter als andere. In einer bundesweiten empirischen Studie ging daher eine Forschungsgruppe um Dr. Anja Reichert von der Baxter Deutschland GmbH der Frage nach: Wohin stechen Zecken am häufigsten?

Rund 10.000 Zeckenstiche ausgewertet

Dafür wurden Fragebögen sowie Illustrationen des menschlichen Körpers an Ärzte in ganz Deutschland geschickt. Die Mediziner sollten auf den Bildern markieren, an welchen Körperstellen sie bei ihren Patienten die Zecken entfernen mussten. So konnten die Forscher Daten von rund 10.000 Zeckenstichen auswerten: jeweils bei Mädchen und Jungen unter 16 Jahren sowie bei erwachsenen Männern und Frauen.

 

Zeckenstiche: die gefährdetsten Körperregionen

Dabei wurden bei Kindern häufig Zeckenstiche im Kopf- und Halsbereich gefunden – im Gegensatz zu den Erwachsenen. Eine weitere beliebte Region war bei allen Patienten die Körpervorderseite, vorwiegend der Brust- und Bauchbereich. Bei Jungen und Männern fanden die Wissenschaftler eine hohe Anzahl von Zeckenstichen im Schritt. Auf der Körperrückseite waren die Zeckenstiche weniger regelmäßig verteilt. Im Gegenteil: Zecken bevorzugten hier ganz klar die Kniekehlen – bei allen Patienten.

Trotzdem raten die Forscher um Anja Reichert zur Vorsicht. Denn: Obwohl am Kopf der Kinder und in den Kniekehlen häufiger Zeckenstiche gefunden wurden, zeigte die Studie auch, dass Zecken überall stechen können. Deshalb sollte nach einem Aufenthalt im Freien immer der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden. Zudem können weitere
Vorsorgemaßnahmen dazu beitragen, das Risiko durch Zeckenstiche zu minimieren. So bestehen die größten Chancen, Zecken frühzeitig zu entdecken und zu entfernen.

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Entfernen von Zecken

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Zeckenstich – was tun? Eine Frage, die nahezu auf jeden einmal zukommt. Auf der Suche nach Antworten stößt man mitunter auf die abenteuerlichsten Geheimtipps. Sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Beträufeln mit Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr, als sie nutzen.

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Zecken entfernen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, unter anderem mit einer Pinzette.

Zeckenstich oder Zeckenbiss?

Zeckenbiss oder Zeckenstich?

Die Zecke – beißt oder sticht sie? Die Zecke sticht! Ausgestattet mit scharfkantigen Mundwerkzeugen ritzen Zecken die Haut ihres Opfers auf, um anschließend ihren „Stechrüssel“ (Hypostom) im Gewebe des Wirts zu versenken. Zecken stechen nicht wie z. B. weibliche Stechmücken gezielt Blutgefäße des Menschen an, sondern setzen sich mit Hilfe zweier Methoden an ihrem Opfer fest: Zum einen verankern sie sich mit Widerhaken, die sich am Stechapparat befinden, in ihrem Opfer, zum anderen produzieren manche Zeckenarten 5–30 Minuten nach dem Stich eine Art Klebstoff, durch den sie sich mit dem Wirt fest verkleben.

Wieso bemerkt man den Zeckenstich nicht?

Damit der Wirt den Stich nicht bemerkt, gibt die Zecke mit dem Speichel ein Betäubungsmittel ab. Daher tut ein Zeckenstich nicht weh, obwohl der Stechapparat der Zecke viel dicker und gröber ist als zum Beispiel der einer Stechmücke.

Nach dem Zeckenstich ist Schnelligkeit gefragt.

Besser so schnell wie möglich: Zecken entfernen

Entdeckt man eine saugende Zecke in der Haut, sollte man schnell reagieren. Einen begonnenen Waldspaziergang müssen Sie wegen eines Zeckenstichs zwar nicht sofort abbrechen – doch allzu lange sollte mit der Entfernung der Zecke nicht gewartet werden. Denn je länger der Saugvorgang anhält, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Deshalb sollten Spaziergänger ein Werkzeug zur Entfernung von Zecken mit sich führen – so ist eine schnelle Entfernung vor Ort möglich. Bis es zu einer Infektion mit Borreliose-Bakterien kommt, vergehen im Schnitt 12–24 Stunden. Die Übertragung von FSME-Viren beginnt dagegen direkt nach dem Zeckenstich, da sich das Virus in den Speicheldrüsen der Zecke befindet.

Hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Zeckenentfernung

Hat eine Zecke zugestochen, sollten folgende Tipps berücksichtigt werden:

  • Auf die Anwendung von Benzin, Nagellackentferner und Alkohol verzichten. Diese Substanzen führen zu keiner schnelleren Entfernung der Zecke – im Gegenteil: Sie erhöhen das Risiko der Übertragung von Erregern.
  • Befindet sich die saugende Zecke an einer schwer erreichbaren Stelle, bitten Sie eine zweite Person um Hilfe bei der Entfernung.
  • Nicht verzweifeln, wenn die Zecke nicht beim ersten Versuch entfernt werden kann. Es kann durchaus passieren, dass man mehrere Versuche benötigt, um eine saugende Zecke erfolgreich zu entfernen.
  • Ein Absuchen des Körpers nach dem ersten Zeckenfund nicht abbrechen. Man kann durchaus von mehreren Zecken befallen sein. Immer den gesamten Körper nach einem Zeckenstich absuchen – vor allem im Bauch- und Brustbereich, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt.
  • Nach dem Entfernen der Zecke die Stichstelle mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe desinfizieren.
  • Sollte eine mögliche Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgehen oder sich ausbreiten, ist ein Arzt aufzusuchen. Gleiches gilt, wenn die Einstichstelle stark anschwillt, schmerzt, heiß wird und pocht.
  • Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie die Zecke richtig entfernt wird, gehen Sie zum Arzt.

 

Die richtige Technik bei der Zeckenentfernung

Wie die Zecke richtig loswerden? Die erfolgreiche Entfernung einer saugenden Zecke hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab (Robisch, K. [2010]. Tick Removal – Vergleich von fünf verschiedenen Zeckenentfernungsgeräten. Diplomarbeit, Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität, Wien):

  • Länge und Ausbildung der Mundwerkzeuge der Zecke
  • Anzahl der Widerhaken am „Stechrüssel“ (Hypostom)
  • Menge des abgegebenen „Klebstoffes“ (Zement)

Die richtige Technik ist abhängig von der Art des verwendeten Hilfsmittels zur Zeckenentfernung. Wichtig bei allen Hilfsmitteln ist, dass die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird. Dies verhindert ein Quetschen der Zecke und somit auch die Freigabe von möglicherweise gefährlichen Körperflüssigkeiten. Die Zecke ebenso nicht mit einem kräftigen Ruck entfernen. Die goldene Regel bei der Technik lautet: die Zecke hautnah, langsam und kontrolliert entfernen.

Zecken entfernen: Was tun, wenn der „Zeckenkopf“ stecken bleibt?

Bei einer Zeckenentfernung kann es durchaus vorkommen, dass Reste der Zecke in der Haut zurückbleiben. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um den Kopf der Zecke, sondern um einen Teil des Stechapparates. Dieser kleine Fremdkörper wird meist von selbst nach einiger Zeit abgestoßen. Der vermeintliche „Zeckenkopf“ stellt also kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar.

 

Hilfsmittel/Instrumente zur Entfernung von Zecken

Besonders Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen, sollten mit einem Hilfsmittel zur schnellen Entfernung von Zecken ausgestattet sein. Zu den gängigen Instrumenten der Zeckenentfernung zählen:

 

Eine Pinzette zur Zeckenentfernung sollte am vorderen Teil gebogen-spitz sein.

Die Pinzette

Die Zecke mit der Pinzette möglichst hautnah an den Mundwerkzeugen packen. Anschließend kontrolliert herausziehen. Wichtig ist die Auswahl eines geeigneten Modells. Eine Pinzette zur Zeckenentfernung sollte am vorderen Teil gebogen-spitz sein.

Zecken entfernen mit der Pinzette.

 

Zecken entfernen mit der Zeckenkarte: Die Zecke wird in einer v-förmigen Auslassung fixiert und durch eine Bewegung nach vorn und oben entfernt.

Die Zeckenkarte

Anwendung: Die Zecke wird in einer v-förmigen Auslassung fixiert und durch eine Bewegung nach vorn und oben entfernt – die Karte fungiert dabei als Hebel. Einige Zeckenkartenmodelle besitzen unterschiedlich große V-Auslassungen – für unterschiedlich große Zecken.

Zecken entfernen mit einer Zeckenkarte.

 

Das Zeckenlasso: das Ende mit der Lassoschlaufe möglichst hautnah um die Zecke legen.

Das Zeckenlasso

Anwendung: das Ende mit der Lassoschlaufe möglichst hautnah um die Zecke legen. Anschließend den Schlaufendurchmesser durch den Stempel am oberen Ende des Geräts verringern und die Zecke durch eine Ziehbewegung entfernen.

Zecken entfernen mit einem Zeckenlasso.

 

Kein Hilfsmittel zur Hand? Nutzen Sie Ihre Finger.

Entfernung mit den Fingern

Anwendung: die Zecke vorsichtig mit zwei Fingern (am besten Daumen und Zeigefinger) möglichst hautnah greifen. Achtung, nicht zudrücken!
Danach die Zecke vorsichtig herausziehen.

Zecken entfernen mit den Fingern.

 

Wie die entfernte Zecke richtig entsorgen?

Nach einer erfolgreichen Zeckenentfernung fragen sich viele Menschen: Wohin mit der entfernten Zecke? Der Frage nach der richtigen Zeckenentsorgung haben sich Zeckenforscher im Auftrag von zecken.de gewidmet. Geprüft wurden folgende Methoden der Zeckentötung: mechanische Tötungsmethoden wie Zerquetschen oder Zerdrücken, Töten durch Hitzeeinwirkung und den Einsatz verschiedener Flüssigkeiten. Das Ziel: Zecken sollten sicher abgetötet werden, ohne dass der Mensch dabei in Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Zecke kommt. Ein solcher Kontakt könnte dazu führen, dass in der Zecke befindliche Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen – zum Beispiel durch eine kleine Wunde.

Zecken sollten nicht in der Toilette heruntergespült werden, denn Zecken überleben eine geraume Zeit in Wasser.

Das Ergebnis:
Am wirkungsvollsten erwies sich im Zeckenhärtetest das Zerdrücken von Zecken mit einem festen Gegenstand, z. B. einem Glas. Dazu sollten die Zecken in einem zusammengefalteten Papier eingeklappt werden. Danach wird ein Wasserglas mit Druck über das Papier gezogen. Die Methode erwies sich im Test sowohl für erwachsene Zecken als auch für Nymphen als geeignet. Ebenfalls erfolgreich war das Töten in 40-prozentigem Alkohol, Chlorreiniger und Sagrotan. Als ungeeignet erwiesen sich das Zertreten mit dem Schuhabsatz und das Zerquetschen mit dem Fingernagel. Auch vom Herunterspülen der Zecke in der Toilette sollte abgesehen werden. Wie ein Zeckenhärtetest gezeigt hat, überleben Zecken eine geraume Zeit in Wasser.

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Zeckenschutz

Im August startet die Bundesliga. Damit verbunden ist heiteres Mitfiebern und munteres Phrasendreschen. Auch bei Zecken gibt es einige Weisheiten, die man immer wieder hört. Aber sind diese genauso wahr wie im Fußball?

Wie sie lebt

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Zecken

Die Zecke macht - bis sie vollständig ausgewachsen ist - drei Phasen durch. Sie entwickelt sich von der Larve über die Nymphe zur erwachsenen Zecke. Dabei braucht sie für jeden Entwicklungsschritt eine Blutmahlzeit.

Die Zecke macht - bis sie vollständig ausgewachsen ist - drei Phasen durch. Sie entwickelt sich von der Larve über die Nymphe zur erwachsenen Zecke. Dabei braucht sie für jeden Entwicklungsschritt eine Blutmahlzeit.

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Warten auf ein Opfer: Eine Zecke in Lauerstellung.

Die Zecke orientiert sich

In Deutschland kommt die Zeckenart „Gemeiner Holzbock“ am häufigsten vor. Der Gemeine Holzbock gehört zu den Schildzecken und hat keine Augen. Die Zecke nutzt für die Orientierung das Haller’sche Organ und ihre vielen Tasthaare an den Beinen. Damit kann sie Hindernisse und Bewegungen in ihrer Umwelt wahrnehmen. Ihre Opfer erkennt die Zecke am Geruch, an der Körperwärme und am ausgeatmeten Kohlendioxid.

Es gibt allerdings auch andere Arten von Schildzecken, die Augen haben. Aber bei diesen ist der Sehsinn sehr schwach ausgeprägt. Lederzecken haben keine Augen.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

FSME ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit. Das Virus wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen.

> Symptome
> Behandlung
> Wo Sie gefährdet sind

Die Zecke auf Jagd

Um ihre Opfer besser erreichen zu können, klettert die Zecke auf Gräser und Büsche. Eine erwachsene Zecke kann dabei bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Meistens ist sie aber in Knie- bis Hüfthöhe zu finden.
Die Zecke klettert nicht – entgegen der weit verbreiteten Annahme – auf Bäume und lässt sich von dort auf das Opfer fallen. Oft findet man Zecken im Gras oder an Sträuchern.

Hat die Zecke ihre Jagdposition eingenommen, streckt sie oft ihre Vorderbeine in die Höhe, um mit ihrem Haller’schen Organ alle Duftstoffe in ihrer Umgebung besser wahrzunehmen.
Streift der Wirt die Zecke, greift sie sich blitzschnell mit den starken Krallen an ihren Vorderbeinen die Haut, das Fell oder die Kleidung und hält sich fest. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen aus.

Stechen des Opfers

Zecken stechen den Menschen besonders gerne in den Kniekehlen, zwischen den Beinen, unter den Armen und im Nacken sowie am Haaransatz.

Nachdem die Zecke sich vom Grashalm oder Busch abstreifen ließ, sucht sie auf ihrem potenziellen Wirt eine dünnhäutige, feuchte und gut durchblutete Stelle zum Blutsaugen. Ein Zeckenstich bei Menschen kommt daher besonders oft in den Kniekehlen und im Bauch- und Brustbereich vor. Bei Kindern finden sich die meisten Zeckenstiche am Kopf, im Nacken sowie am Haaransatz.
Mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen (Cheliceren) reißt sie die Haut des Wirts auf und gräbt mit ihrem „Stechrüssel“ (Hypostom) eine Grube in das Gewebe, die mit Blut vollläuft. Das Blut saugt sie immer wieder ab. Deshalb spricht man von einem Zeckenstich und nicht von einem Zeckenbiss.

Die Zecke betäubt die Stichstelle

Die Zecke sondert bereits während des Stechens mit ihrem Speichel ein Betäubungsmittel ab, das die Einstichstelle betäubt. Deshalb spürt man Zeckenstiche nicht, auch wenn der Stechapparat von Zecken wesentlich größer und gröber ist als beispielsweise der Stechrüssel einer Stechmücke.

Der Speichel der Zecke enthält außerdem bestimmte Stoffe, die dafür sorgen, dass das Blut nicht gerinnt. Zudem verhindert der Zeckenspeichel, dass sich die Einstichstelle entzündet.
Beim Stechen kann die Zecke bereits mit ihrem Speichel Krankheitserreger an den Wirt übertragen, vor allem FSME-Viren.

 

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus)

Diese Zeckenart lebt in ganz Europa und ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Zecke.

> Vorkommem
> Aktivität
> Wo Sie gefährdet sind

Die Zecke klebt am Opfer

Wenn sich die Zecke mit Blut vollsaugt, steigt ihr Gewicht. Damit sie nicht von ihrem Wirt abfällt, verhakt sie sich nicht nur mit den Widerhaken ihres Stechapparats. Viele Zecken mit kurzem Hypostom produzieren nach fünf bis dreißig Minuten auch eine Art Klebstoff, der als Zement bezeichnet wird. Dadurch ist sie mit der Haut des Wirts zusätzlich verklebt.

Der lateinische Name der Schildzecke, „Ixodes“, deutet diese Fähigkeit an, sich durch ihren Zement am Wirt festzukleben. Der Name „Ixodes“ stammt vom lateinischen Wort „ixos“ für Mistel ab, die von den Römern zur Herstellung von Klebstoff verwendet wurde.

Wenn die Zecke sich mit Blut vollsaugt, steigt ihr Gewicht.

Die Zecke verdaut

Um das Blut verdauen zu können, filtert die Zecke die für sie nahrhaften festen Bestandteile des Blutes heraus. Überschüssige Flüssigkeit gibt sie wieder über ihren Stechapparat an den Wirt zurück.
Dieser Vorgang wiederholt sich während der gesamten Saugdauer. Hierbei können Erreger übertragen werden, die sich im Darm der Zecke befinden, wie zum Beispiel die Borrelien, die Borreliose verursachen.

Hängt sie nicht an einem Wirt, gibt die Zecke die unverdauten Blutbestandteile über eine gewölbte Öffnung, die sich an der Unterseite am Hinterleib befindet, an ihre Umgebung ab.

Blut – Energie für Fortpflanzung

Ist die Zecke vollgesogen, lässt sie sich vom Wirt abfallen.

Ihr Darm besteht aus vielen Anhängen und ist so dehnbar, dass eine vollgesaugte Zecke bis zu 200-mal so viel wiegen kann wie ein ungesogenes Tier.

Laborversuche haben gezeigt, dass einer Zecke eine einzige Blutmahlzeit ausreicht, um bis zu zehn Jahre ohne weitere Nahrung zu überleben. Die ausgewachsene weibliche Zecke benötigt eine Blutmahlzeit, um Eier legen zu können. Sie legt nach der Befruchtung durch ein Männchen anschließend bis zu 3.000 Eier in die Laubstreu ab. Nach der Ablage stirbt sie.

In kalter Jahreszeit nicht aktiv

Zecken sind nicht immer aktiv. Liegen die Temperaturen unter sieben Grad Celsius, fallen sie in eine Art Winterstarre. Dann sind sie nicht auf Grashalmen, sondern unter einer feuchten Laubdecke zu finden. In milden Wintern können Zecken im Extremfall das ganze Jahr über aktiv bleiben.

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Zecken entfernen beim Hund

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Zeckenentfernung beim Tier

Die Gefahr, dass der Hund nach einem Zeckenstich erkrankt, kann deutlich verringert werden. Wichtig hierfür: die Zecke rechtzeitig und vor allem korrekt entfernen.

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Zecken mögen Waldränder und Waldlichtungen in Laub- und Mischwäldern. Ebenso sind Zecken im Gras, in Gebüschen und an Wegrändern zu finden.

Do:

  • Alternative: Damit Sie Ihrem Hund keine Haare ausreißen, legen Sie vorsichtig das Fell Ihres Hundes an der betroffenen Stelle auseinander. Setzen Sie die Zeckenkarte so nah wie möglich an die Haut an. Ziehen Sie die Zecke vorsichtig heraus. Zeckenkarten gibt es in der Apotheke zu kaufen.
  • Pinzette: Haben Sie keine Zeckenkarte zur Hand, tut’s auch eine Pinzette. Hierbei die gleiche Technik wie bei der Zeckenkarte anwenden.
  • Wenn es besonders schnell gehen muss, können Sie die Zecke auch mit den Fingern entfernen. Packen Sie die Zecke vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger und möglichst nahe an der Haut. Ziehen Sie sie vorsichtig heraus.
  • Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich besser an den Tierarzt Ihres Vertrauens.

Don´t:

  • Auf Alkohol, Öl oder Klebstoff unbedingt verzichten! Die Zecke wird in ihrem Erstickungskampf „erbrechen“. Die Krankheitserreger gelangen so noch schneller ins Blut.
  • Keine Achtsamkeit nach erfolgter Zeckenentfernung. Beobachten Sie Ihren Hund in nächster Zeit genau. Wie frisst er? Lahmt er oder zeigt er Anzeichen von Fieber? Verdächtig ist auch eine deutliche kreisrunde Rötung um die Stichstelle. Wenden Sie sich in solchen Fällen unverzüglich an den Tierarzt!
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Zecken-Abwehrsprays: Wie gut schützen sie?

Zeckenentfernung

Ab einer Temperatur von 7 °C werden Zecken aktiv. Auf hohen Grashalmen, im Unterholz und in den Büschen warten sie auf ihre nächste Mahlzeit. Dabei können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen: in Deutschland vorwiegend die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die Borreliose. Grund genug, um sich vor einem Zeckenstich zu schützen. Auf Anti-Zecken-Mittel allein sollten Sie sich dabei jedoch nicht verlassen.

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Wer bei einem Aufenthalt in der Natur vor einem Zeckenstich geschützt sein will, kann sich Zecken mit entsprechenden Zecken-Abwehrsprays vom Leibe halten.

Wer bei einem Aufenthalt in der Natur vor Zeckenstichen geschützt sein will, kann sich die Zecken mit entsprechenden Zecken-Abwehrsprays, sogenannten Repellents, vom Leibe halten. Doch wie gut funktioniert das? Und welches Produkt ist hierfür am besten geeignet?
Die Zeitschrift „Jäger“ hat in ihrer Ausgabe 6/2012 zwölf Zecken-Abwehrmittel getestet. Die klaren Sieger mit der Bewertung „sehr gut“ sind:

  • Autan Protection Plus Pumpspray
  • F.W. Klever Ballistol Stichfrei Mückenschutz
  • Hagopur Zecken-Frey

Zeckenschutz: mangelhaft

Bereits 2008 hatte die Stiftung Warentest 20 Zecken-Abwehrmittel getestet. Damals fielen zwölf von 20 Produkten durch: Urteil „mangelhaft“.  
So funktionierte der Test von Stiftung Warentest: Den Testpersonen wurden kleine Kupferplatten auf ihre Oberschenkel geklebt. Eine halbe Stunde nach Auftragen des jeweiligen Mittels wurden auf jedem Plättchen zwei hungrige Zecken abgesetzt. Alle fünf Minuten kamen zwei neue Zecken hinzu. Krabbelten sie dann auf die Haut, hatte das Anti-Zecken-Mittel versagt; blieben die Tiere auf dem Plättchen oder ließen sich zu Boden fallen, wirkte der Schutz.

Zeckenschutz: Tipps und Tricks
Neben zeckenabweisenden Mitteln gibt es sehr einfache und bewährte Methoden, um sich vor Zecken und Zeckenstichen zu schützen.
> Der richtige Zeckenschutz
> Entfernen von Zecken

Falsche Versprechen

Viele Hersteller versprechen einen lang anhaltenden Schutz vor Zecken. Doch im Schnitt wirkten die Mittel lediglich ein bis drei Stunden, einige sogar nur 40 Minuten. Um Zeckenstiche zu vermeiden, sollten Sie sich daher nicht nur auf Anti-Zecken-Mittel verlassen. Vermeiden Sie den Aufenthalt in hohem Gras oder im Unterholz, tragen Sie lange Hosen und suchen Sie nach jedem Spaziergang Ihren Körper ab.

Hat eine Zecke trotzdem zugestochen, sollte sie so schnell wie möglich korrekt entfernt werden. Dies verringert die Chancen, sich mit Borrelia-Bakterien, dem Erreger der Borreliose zu infizieren. Gegen die FSME jedoch hilft ein frühzeitiges Entfernen der Zecke nicht. Der Erreger gelangt sofort nach dem Zeckenstich ins Blut. Einen Schutz gegen die Krankheit kann neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen der Haut nach Zecken eine Impfung bieten.

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Zecken entfernen

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Zeckenstich – was tun? Heißt es nicht Zeckenbiss? Warum habe ich gar nicht gemerkt, dass die Zecke zugestochen hat? Und wie funktioniert eigentlich eine Zeckenpinzette? Fragen, die nahezu auf jeden einmal zukommen. Auf der Suche nach Antworten stößt man mitunter auf die abenteuerlichsten Geheimtipps. Sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Beträufeln mit Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr, als sie nutzen. Zecken richtig entfernen geht so:

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Nach dem Zeckenstich ist Schnelligkeit gefragt.

Zecken drehen oder ziehen – die richtige Technik

Wie die Zecke richtig loswerden? Die erfolgreiche Entfernung einer saugenden Zecke hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab (Robisch, K. [2010]. Tick Removal – Vergleich von fünf verschiedenen Zeckenentfernungsgeräten. Diplomarbeit, Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien):

  • Länge und Ausbildung der Mundwerkzeuge der Zecke
  • Anzahl der Widerhaken am „Stechrüssel“ (Hypostom)
  • Menge des abgegebenen „Klebstoffes“ (Zement)

Die richtige Technik ist abhängig von der Art des verwendeten Hilfsmittels zur Zeckenentfernung. Wichtig bei allen Hilfsmitteln ist, dass die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird. Dies verhindert ein Quetschen der Zecke und somit auch die Freigabe von möglicherweise gefährlichen Körperflüssigkeiten. Die Zecke ebenso nicht mit einem kräftigen Ruck entfernen und auch nicht drehen – Zecken haben kein Gewinde. Die goldene Regel bei der Technik lautet: die Zecke hautnah, langsam und kontrolliert entfernen.

Zecken entfernen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, unter anderem mit einer Pinzette.

Zecken am besten so schnell wie möglich entfernen

Entdeckt man eine saugende Zecke in der Haut, sollte man schnell reagieren. Einen begonnenen Waldspaziergang müssen Sie wegen eines Zeckenstichs zwar nicht sofort abbrechen – doch allzu lange sollte mit der Entfernung der Zecke nicht gewartet werden. Denn je länger der Saugvorgang anhält, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Deshalb sollten Spaziergänger ein Werkzeug zur Entfernung von Zecken mit sich führen – so ist eine schnelle Entfernung vor Ort möglich. Bis es zu einer Infektion mit Borreliose-Bakterien kommt, vergehen im Schnitt 12–24 Stunden. Die Übertragung von FSME-Viren beginnt dagegen direkt nach dem Zeckenstich, da sich das Virus in den Speicheldrüsen der Zecke befindet.

Hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Zeckenentfernung

Hat eine Zecke zugestochen, sollten folgende Tipps berücksichtigt werden:

  • Auf die Anwendung von Benzin, Nagellackentferner und Alkohol verzichten. Diese Substanzen führen zu keiner schnelleren Entfernung der Zecke – im Gegenteil: Sie erhöhen das Risiko der Übertragung von Erregern.
  • Befindet sich die saugende Zecke an einer schwer erreichbaren Stelle, bitten Sie eine zweite Person um Hilfe bei der Entfernung.
  • Nicht verzweifeln, wenn die Zecke nicht beim ersten Versuch entfernt werden kann. Es kann durchaus passieren, dass man mehrere Versuche benötigt, um eine saugende Zecke erfolgreich zu entfernen.
  • Ein Absuchen des Körpers nach dem ersten Zeckenfund nicht abbrechen. Man kann durchaus von mehreren Zecken befallen sein. Immer den gesamten Körper nach einem Zeckenstich absuchen – vor allem im Bauch- und Brustbereich, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt.
  • Nach dem Entfernen der Zecke die Stichstelle mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe desinfizieren.
  • Sollte eine mögliche Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgehen oder sich ausbreiten, ist ein Arzt aufzusuchen. Gleiches gilt, wenn die Einstichstelle stark anschwillt, schmerzt, heiß wird und pocht oder grippeähnliche Symptome wie Fieber oder Gliederschmerzen auftreten.
  • Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie die Zecke richtig entfernt wird, gehen Sie zum Arzt.

Womit lassen sich Zecken am besten entfernen?

Besonders Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen, sollten mit einem Hilfsmittel zur schnellen Entfernung von Zecken ausgestattet sein. Zu den gängigen Instrumenten der Zeckenentfernung zählen:

Eine Pinzette zur Zeckenentfernung sollte am vorderen Teil gebogen-spitz sein.

Die Zeckenpinzette

Die Zecke mit der Pinzette möglichst hautnah an den Mundwerkzeugen packen. Anschließend kontrolliert herausziehen. Wichtig ist die Auswahl eines geeigneten Modells. Eine Zeckenpinzette sollte am vorderen Teil gebogen-spitz sein.

Zecken mit der Pinzette entfernen? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in Bildern.
Zecken entfernen mit der Zeckenkarte: Die Zecke wird in einer v-förmigen Auslassung fixiert und durch eine Bewegung nach vorn und oben entfernt.

Die Zeckenkarte

Anwendung: Die Zecke wird in einer v-förmigen Auslassung fixiert und durch eine Bewegung nach vorn und oben entfernt – die Karte fungiert dabei als Hebel. Einige Zeckenkartenmodelle besitzen unterschiedlich große V-Auslassungen – für unterschiedlich große Zecken.

 

Zecken entfernen mit einer Zeckenkarte.
Das Zeckenlasso: das Ende mit der Lassoschlaufe möglichst hautnah um die Zecke legen.

Das Zeckenlasso

Anwendung: das Ende mit der Zeckenschlinge möglichst hautnah um die Zecke legen. Anschließend den Schlaufendurchmesser durch den Stempel am oberen Ende des Geräts verringern und die Zecke durch eine Ziehbewegung entfernen.

 

 

Zecken entfernen mit einem Zeckenlasso.
Kein Hilfsmittel zur Hand? Nutzen Sie Ihre Fingernägel.

Entfernung mit den Fingern

Anwendung: die Zecke vorsichtig mit zwei Fingern (am besten Daumen und Zeigefinger) möglichst hautnah greifen. Achtung, nicht zudrücken!
Danach die Zecke vorsichtig herausziehen.

 

Zecken entfernen mit den Fingern.

Wie die entfernte oder vollgesaugte Zecke richtig entsorgen?

Nach einer erfolgreichen Zeckenentfernung fragen sich viele Menschen: Wohin mit der entfernten Zecke? Der Frage nach der richtigen Zeckenentsorgung haben sich Zeckenforscher gewidmet. Geprüft wurden folgende Methoden der Zeckentötung: mechanische Tötungsmethoden wie Zerquetschen oder Zerdrücken, Töten durch Hitzeeinwirkung und den Einsatz verschiedener Flüssigkeiten. Das Ziel: Zecken sollten sicher abgetötet werden, ohne dass der Mensch dabei in Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Zecke kommt. Ein solcher Kontakt könnte dazu führen, dass in der Zecke befindliche Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen – zum Beispiel durch eine kleine Wunde.

Zecken sollten nicht in der Toilette heruntergespült werden, denn Zecken überleben eine geraume Zeit in Wasser.

Das Ergebnis:

Am wirkungsvollsten erwies sich im Zeckenhärtetest das Zerdrücken von Zecken mit einem festen Gegenstand, z. B. einem Glas. Dazu sollten die Zecken in einem zusammengefalteten Papier eingeklappt werden. Danach wird ein Wasserglas mit Druck über das Papier gezogen. Die Methode erwies sich im Test sowohl für erwachsene Zecken als auch für Nymphen als geeignet. Ebenfalls erfolgreich war das Töten in 40-prozentigem Alkohol, Chlorreiniger und Sagrotan. Als ungeeignet erwiesen sich das Zertreten mit dem Schuhabsatz und das Zerquetschen mit dem Fingernagel. Auch vom Herunterspülen der Zecke in der Toilette sollte abgesehen werden. Wie ein Zeckenhärtetest gezeigt hat, überleben Zecken eine geraume Zeit in Wasser. Weitere Details zu den Ergebnissen finden Sie hier

Zecken entfernen: Was tun, wenn der „Zeckenkopf“ stecken bleibt?

Bei einer Zeckenentfernung kann es durchaus vorkommen, dass Reste der Zecke in der Haut zurückbleiben, die Zecke also nicht vollständig entfernt wird. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um den Kopf der Zecke, sondern um einen Teil des Stechapparates. Dieser kleine Fremdkörper wird meist von selbst nach einiger Zeit abgestoßen. Der vermeintliche „Zeckenkopf“ stellt also kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. In jedem Fall gilt: Eine Zecke kann nicht falsch entfernt werden – wichtig ist nur, dass sie entfernt wird. Wer dazu noch darauf achtet, die Zecke beim Entfernen nicht zu sehr zu quetschen, reduziert das Risiko, dass die Zecke in ihrer Anstrengung Krankheitserreger in die Wunde überträgt.

Zeckenstich oder Zeckenbiss?

Zeckenbiss oder Zeckenstich?

Die Zecke – beißt oder sticht sie? Die Zecke sticht! Ausgestattet mit scharfkantigen Mundwerkzeugen ritzen Zecken die Haut ihres Opfers auf, um anschließend ihren „Stechrüssel“ (Hypostom) im Gewebe des Wirts zu versenken. Zecken stechen nicht wie z. B. weibliche Stechmücken gezielt Blutgefäße des Menschen an, sondern setzen sich mit Hilfe zweier Methoden an ihrem Opfer fest: Zum einen verankern sie sich mit Widerhaken, die sich am Stechapparat befinden, in ihrem Opfer, zum anderen produzieren manche Zeckenarten 5–30 Minuten nach dem Stich eine Art Klebstoff, durch den sie sich mit dem Wirt fest verkleben.

Wieso bemerkt man den Zeckenstich nicht?

Damit der Wirt den Stich nicht bemerkt, gibt die Zecke mit dem Speichel ein Betäubungsmittel ab. Daher tut ein Zeckenstich nicht weh, obwohl der Stechapparat der Zecke viel dicker und gröber ist als zum Beispiel der einer Stechmücke.

Eine entfernte Zecke einschicken?

Es gibt Unternehmen, die eingeschickte Zecken auf Krankheitserreger untersuchen. Ob ein solcher beim Saugvorgang der Zecke tatsächlich auf den Menschen übertragen wurde, ist damit aber nicht erwiesen. Besser ist es daher, die Einstichstelle aufmerksam zu beobachten, nachdem die Zecke entfernt wurde. Einige Experten empfehlen, die entfernte Zecke im Gefrierfach aufzubewahren. Sollten Beschwerden auftauchen, die im Zusammenhang mit einem Zeckenstich stehen könnten, kann die Zecke auch zu einem späteren Zeitpunkt an den Arzt übergeben werden, um sie auf Krankheitserreger untersuchen zu lassen.

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